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Die Informationen aus diesem Bereich stammen aus dem Baden-Württembergischen Verwaltungs-Portal ServiceBW. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert.

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Ausbildungsförderung für Studierende nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)

Einleitung

Nach dem BAföG wird eine individuelle Ausbildungsförderung gewährt, wenn Auszubildenden die erforderlichen Mittel für ihren Lebensunterhalt und ihre Ausbildung anderweitig nicht zur Verfügung stehen. Damit soll dem Einzelnen – unabhängig von der wirtschaftlichen Situation seiner Familie – die Ausbildung ermöglicht werden, für die er sich nach seinen Interessen und Fähigkeiten entschieden hat. Ziel ist es, allen Auszubildenden vergleichbare Bildungschancen zu eröffnen.

Ausbildungsförderung für Studierende wird geleistet für den Besuch von Berufsakademien, Fachhochschulen, Kunsthochschulen, pädagogischen Hochschulen und Universitäten. (Informationen zur Förderung von Schülern finden Sie in einer gesonderten Verfahrensbeschreibung.)

Förderungsarten

Studierende erhalten die Förderung in der Regel

  • zur Hälfte als Zuschuss und
  • zur Hälfte als unverzinsliches Staatsdarlehen.

Die Rückzahlung des Darlehensanteils beginnt fünf Jahre nach dem Ende Ihrer BAföG-Förderungshöchstdauer.

Sie können nach dem Überschreiten der Förderungshöchstdauer für maximal zwölf Monate Hilfe zum Studienabschluss erhalten, wenn Sie innerhalb von vier Semestern nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer zur Prüfung zugelassen werden und die Hochschule bescheinigt, dass die Ausbildung innerhalb der zusätzlich gewährten First abgeschlossen werden kann. Die Hilfe zum Studienabschluss wird in Form von Bankdarlehen gewährt.

Zustaendigkeit

das Studentenwerk (Amt für Ausbildungsförderung)

Voraussetzung

Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind grundsätzlich:
  • deutsche Staatsangehörigkeit
  • Eignung
  • bestimmtes Höchstalter

Die Ausbildungsförderung wird zunächst für deutsche Staatsangehörige geleistet. Daneben erhalten bestimmte ausländische Studierende eine Förderung, wenn z.B. ein Elternteil beziehungsweise der Ehegatte Deutscher oder der Studierende Asylberechtigter, aufgenommener Flüchtling oder Heimatloser ist. Des Weiteren sind auch Studierende aus EU-Mitgliedstaaten mit inländischem Wohnsitz in den Förderungsbereich des BAföG einbezogen. Anderen Ausländern wird im Regelfall Ausbildungsförderung geleistet, wenn sie oder zumindest ein Elternteil vor Beginn der Ausbildung fünf beziehungsweise drei Jahre in Deutschland erwerbstätig waren.

Die Ausbildung wird gefördert, wenn die Leistungen des Studierenden erwarten lassen, dass er das angestrebte Ausbildungsziel erreicht. Dies wird im Allgemeinen angenommen, solange der Studierende die Hochschule besucht oder am Praktikum teilnimmt. Bei Studierenden an Akademien oder Hochschulen ist es erforderlich, dass sie mit Beginn des fünften Fachsemesters Eignungsnachweise vorlegen. Schreiben Ausbildungs- und Prüfungsordnungen Zwischenprüfungen vor dem dritten Semester vor, ist die Förderung auch im dritten und vierten Semester von der Vorlage entsprechender Nachweise abhängig.

Studierende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie die Ausbildung, für die sie die Förderung beantragen, vor Vollendung des 30. Lebensjahres beginnen. Wer nach Vollendung des 30. Lebensjahres das Studium beginnt, erhält nur in besonderen Ausnahmefällen Ausbildungsförderung.

Ob ein Studierender, der die persönlichen Förderungsvoraussetzungen erfüllt, BAföG erhält, hängt davon ab, ob seine finanziellen Mittel und die seines Ehegatten und seiner Eltern reichen, um seinen Ausbildungsbedarf zu decken.

Maßgeblich sind nicht die bei einem Studierenden tatsächlich und individuell anfallenden Kosten (konkreter Bedarf), die aufgrund der großen Anzahl der Antragsteller nicht für jeden Einzelnen ermittelt werden können, sondern der (abstrakte) Bedarf. Unter Bedarf versteht das BAföG danach die Geldsumme, die ein Studierender typischerweise für seinen Lebensunterhalt (z.B. Ernährung, Unterkunft, Bekleidung) und seine Ausbildung (z.B. Lehrbücher, Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte) benötigt.

Eine elternunabhängige Förderung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. mehrjährige Ausübung eines Berufs) möglich. Einzelheiten erfahren Sie von der zuständigen Stelle.

Ablauf

Leistungen nach dem BAföG müssen schriftlich beantragt werden. Das Amt für Ausbildungsförderung beim jeweiligen Studentenwerk hält für die Beantragung von BAföG verschiedene Formblätter auch zum Download bereit.

Die Förderung wird jeweils monatlich im Voraus dem Studierenden überwiesen.

Auch wer keinen Anspruch auf BAföG hat, erhält darüber einen Bescheid. Dieser Bescheid kann als Nachweis gegenüber dem Sozialamt oder der Wohngeldstelle dienen, um bei Bedürftigkeit Unterstützung zu bekommen.

Unterlagen

  • Formblatt 1: Antrag auf Ausbildungsförderung bei Erstantrag oder Antrag nach einer Unterbrechung des Studiums
  • Formblatt 3: Erklärung des Ehegatten, des Vaters und der Mutter mit Einkommensnachweise (z.B. Steuerbescheid des vorletzten Jahres)
  • Formblatt 7: bei einem Antrag auf Aktualisierung
  • Formblatt 2: Bescheinigung über den Besuch einer Ausbildungsstätte, die Teilnahme an einem Praktikum/Fernunterrichtslehrgang (z.B. Immatrikulationsbescheinigung)
  • Formblatt 4: gegebenenfalls Zusatzblatt für Ausländer
  • Formblatt 5: gegebenenfalls Leistungsnachweis – grundsätzlich ab dem fünften Fachsemester
  • Formblatt 8: gegebenenfalls Antrag auf Vorausleistungen

Über erforderliche Unterlagen und zuständige Stellen für die Beantragung von Ausbildungsförderung für eine Ausbildung im Ausland (Formblatt 6) erhalten Sie nähere Informationen in der entsprechenden Verfahrensbeschreibung "Förderung von Auslandsaufenthalten nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz".

Auskünfte zu den Formblättern oder den entsprechend notwendigen Nachweisen erhalten Sie beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung in Ihrem Studentenwerk.

Frist

Die Förderung beginnt in der Regel mit Beginn des Studiums oder ab dem Monat der Antragstellung. Über die Gewährung von Förderungsleistungen wird in der Regel für ein Jahr (auch Bewilligungszeitraum genannt) entschieden. Bei Antragstellung auf Weiterbewilligung wird das Vorliegen der Voraussetzungen erneut geprüft.

Um eine nahtlose Weiterzahlung zu sichern, sollte der neue Antrag möglichst vor Ablauf des Bewilligungszeitraums des vorhergehenden Antrages gestellt werden. Lassen Sie sich von Ihrer zuständigen Stelle beraten.

Die Dauer der Förderung für Studierende richtet sich nach der Regelstudienzeit, die in den Studien- und Prüfungsordnungen festgehalten ist. Diese beträgt an Hochschulen meistens neun und an Fachhochschulen sieben oder acht Semester.

Kosten

Als Bedarf sind im BAföG Pauschalbeträge vorgesehen. Diese betragen derzeit:

  • bei der Unterbringung bei den Eltern: 377 Euro pro Monat
  • bei der Unterbringung außerhalb des Elternhauses: 466 Euro pro Monat

Sonstiges

Für eine schnelle Schätzung des Förderbetrages können Sie den BAföG-Rechner verwenden. Weitere Informationen und Auskünfte erhalten Sie bei der für Sie zuständigen Stelle oder unter der kostenlosen BAföG-Hotline 0800/223-6341.

Rechtsgrundlage

Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)