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Aktuelle Infos
Naturparkinfo
13.08.2014

 

Eppinger Linien - Kunst begegnet Geschichte

Der ca. 40 km lange Eppinger Linien-Weg im Bereich des Naturparks Stromberg-Heuchelberg zwischen Eppingen und Mühlacker wurde vor 30 Jahren als kulturhistorischer Wanderweg entlang der Eppinger Linien, der unter dem Türkenlouis 1695 errichteten Verteidigungsanlage, angelegt. Großplastiken des Gemminger Künstlers Hinrich Zürn, die im Laufe des Jahres 2014 entlang des Eppinger Linien-Wegs installiert wurden bzw. werden, sollen dazu beitragen, den Wanderweg touristisch attraktiver zu machen und als regionales Wanderhighlight aufzuwerten.

Die Installationen transportieren auf symbolhafte Weise thematische Inhalte zur spannenden deutsch-französischen Geschichte der Eppinger Linien, quasi als Fenster zur Regional- und Heimatgeschichte des Naturparks. Sie stellen zugleich aktuelle zeitgeschichtliche Bezüge her und geben Denkanstöße und Impulse für das Zusammenleben in einem friedlich vereinten Europa.

Mit geführten Wanderungen zu den Skulpturen, Familienprogramm, Bewirtung und musikalischer Umrahmung werden die Skulpturen am 28. September der Öffentlichkeit übergeben, dazu sind alle herzlich eingeladen.
In den kommenden Wochen werden wir im Fortschritt der Fertigstellung die Skulpturen und Installationen entlang der Eppinger Linien vorstellen.

Skulptur Weitblick, Kürnbach

Große Edelstahlspiegel mit barockisierendem Holzrahmen greifen unterschiedliche Facetten des Themas "Weitblick" auf. Der Türkenlouis bewies militärstrategischen Weitblick, als er erkannte, dass die Entscheidungsschlacht im Pfälzer Erbfolgekrieg nicht am Oberrhein stattfinden würde. Um möglichst viele Truppen in die Niederlande verlegen zu können, ließ er eine mit geringer Truppenstärke zu verteidigende Linie zwischen Neckargemünd und Pforzheim errichten. An Orten mit weitem Ausblick wie etwa am Kürnbacher Altenberg wurden Wachtürme errichtet, um feindliche Truppenbewegungen beobachten zu können. Heute genießen die Naturparkbesucher die herrlichen Ausblicke über den Kraichgau. Nach dem II. Weltkrieg zeigten Adenauer und De Gaulle politischen Weitblick, indem sie mit ihrem System institutionalisierter deutsch-französischer Begegnungen auf allen Ebenen die Basis für den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag (1963) legten und die "Erbfeindschaft" der beiden Nachbarn durch eine (mittlerweile 70jährige) Friedensperiode ablösten.

Zwei große Spiegel erlauben das Spiel mit der Perspektive: aus Sicht des Angreifers oder des Verteidigers, vor oder hinter der Linie. Verzerrungen der Spiegelbilder greifen die Vorgehensweise der Kriegspropaganda auf, Zerrbilder des "Feindes" zu verbreiten um damit Bevölkerung und die eigenen Truppen auf den Krieg einzustimmen.

 

Skulptur Zerstörung, Ötisheim

Das 17. Jahrhundert war gekennzeichnet durch einen praktisch 100jährigen Kriegszustand oder mindestens Kriegsbedrohung. Durch Kampfhandlungen, Kontributionen oder die Taktik der verbrannten Erde wurden große Teile der Region immer wieder verwüstet und entvölkert.

1692 fand die Schlacht bei Ötisheim statt. Nach dem Sieg der Franzosen wurden Ötisheim, Knittlingen, Bretten, Lienzingen, Kieselbronn niedergebrannt, 1693 wurde auch Illingen zerstört. Von Ötisheim blieben lediglich Kirche, Pfleghof und Rathaus stehen. Die Bevölkerung wurde buchstäblich bis aufs letzte Hemd ausgeplündert. Dürrmenz und Mühlacker wurden so gründlich ausgeräumt, dass "d'Spatze zur Platte hinauf sind, weil's bloß dort noch ebbes für sie zum Fressen geben hat". Und heute?

Im Jahr 2013 wurde das 50jährige Jubiläum des unter Adenauer und De Gaulle geschlossenen deutsch-französischen Freundschaftsvertrages gefeiert. Aus "Erbfeinden" wurden  gute Nachbarn. Die geschätzten Erbschaften in Deutschland belaufen sich derzeit auf jährlich mehr als 200 Mrd. €. Das Nettovermögen der Privathaushalte hat sich allein in den letzten 20 Jahren von 4,6 auf rund zehn Billionen Euro mehr als verdoppelt. Vererbtes Vermögen statt verbrannter Erde: Der Ertrag des Friedens. Kosovo, Syrien, Irak oder Israel zeigen: Frieden ist auch heute nichts Selbstverständliches.

Die Skulptur mit stilisierten Gebäuden aus Eichenholz, teilweise verkohlt, erinnert an die Brandschatzungen vor gut 300 Jahren. Die aktuellen, stark zerbeulten und verbogenen Ortsschilder der seinerzeit betroffenen Orte schaffen einen Bezug in die Gegenwart.

  

Erlebnisführungen mit den Naturparkführern

„Feuerstein und Zunder"

Brackenheim - Stockheim, Parkplatz beim Trimm-dich-Pfad

Freitag, 29. August, 16 Uhr

Die Beherrschung des Feuers stellt einen Meilenstein in der Geschichte der Menschheit dar. Feuerstein und Zunder zum Kennenlernen, Anfassen und natürlich Ausprobieren. Ein Feuer machen. Gemeinsam backen wir zusammen ein einfaches Brot, genannt Bannok.

Dauer ca. 2,5 Std. Kostenbeitrag 10.00 Euro inkl. Material (Backzutaten, Feuermachmaterial).

Dem Wetter angepasste Kleidung, Getränk, gutes Schuhwerk, Zeckenschutz bitte mitbringen.

Anmeldung und Info: Naturparkführerin Annette Pfeiffer, Telefon 0175 555 27 88, zabergast@web.de

 

„Mein eigener Löffel"

Zaberfeld, Naturparkzentrum

Samstag, 30. August,14 Uhr

Einen Löffel im Supermarkt kaufen das kann jeder. Einen Löffel in Steinzeittechnik herstellen - nun das hat und kann nicht jeder. Wie das geht, das lernt Ihr in diesem Kurs. Natürlich kann jeder sein Exemplar mit nach Hause nehmen.

Dauer 3 Std., Kostenbeitrag 10,00 € inkl. Material (Holz)

Gutes Schnitzmesser, Metallgrillzange bitte mitbringen.

Anmeldung und Info: Naturparkführerin Annette Pfeiffer, Telefon 0175 555 27 88, zabergast@web.de.

 

Sommerferienaktionen für Kinder im Naturpark

„5 Tage Abenteuer erleben auf den Spuren von Robin Hood und Marian"

Kinder von 6 -12 Jahren können mit den Naturparkführern Angelika Hering und Michael Wennes das Leben zu Zeiten Robin Hood 's erleben. Vom  Räuberlagerbau über das Herstellen einer Räuberausrüstung in der Naturwerkstatt und tägliche Räubermahlzeiten wie Waldsuppe und Räuberkartoffeln vom offenen Feuer bis zur Fährtensuche im Räuberwald wird so manches erlebt. Natur zum Anfassen wird hier zu einem spannenden, interessanten und unvergesslichen Abenteuer.

 

 


Septembermarkt 2014
13.08.2014

Am Dienstag, den 02. September 2014 findet in Oberderdingen der traditionelle Septembermarkt statt.

 

Im Bereich der Brettener Straße, des Amthofes und dem Marktplatz werden ca. 80 Marktbeschicker ihre Stände aufbauen.

 

Die Angebotspalette ist wieder sehr umfangreich und bietet für jeden etwas. Spiel- und Süßwaren, Geschenkartikel, Gewürze, Honig, Lederwaren, Textilien, Modeschmuck, Schuhe, Gardinen und vieles mehr wird auch in diesem Jahr wieder angeboten.

 Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen wie immer die Imbiss-Stände.

 

Die Landfrauen bewirten ihre Gäste in der Weingärtnergenossenschaft im Amthof. Neben einem Vesper werden Weine der Weingärtner Oberderdingen und alkoholfreie Getränke angeboten.

 

  

Kommen Sie und besuchen Sie den Septembermarkt 2014!


Gebündelte Baumaßnahmen in den Sommerferien
23.07.2014

 

Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) vom 18. Juli 2014

 

(Nähere Einzelheiten zu den gebündelten Baumaßnahmen sowie dem Schienenersatzverkehr

finden Sie unter www.kvv.de)

 

Gebündelte Baumaßnahmen in den Sommerferien

Schienenersatzverkehr im östlichen Teil von Karlsruhe und in der Region

 

In den baden-württembergischen Sommerferien, von Donnerstag, 31. Juli, 4 Uhr, bis Montag, 15. September, 4 Uhr, kommt es östlich der Tullastraße und in der Region zu umfangreichen Bauarbeiten. Um die Belastung für die Fahrgäste auf ein Minimum zu beschränken, sind alle Maßnahmen eng miteinander verzahnt und werden bewusst in den Sommerferien in Angriff genommen. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Deutsche Bahn (DB) haben die erforderlichen Maßnahmen miteinander abgestimmt und gebündelt.

 

Ab Ende Juli führen die VBK Gleissanierungsarbeiten zwischen den Haltestellen Weinweg und Auer Straße durch. Im Zuge dieser Baumaßnahme wer­den auch gleich die zwei Hauptweichen zum Durlacher Bahnhof erneuert und die Halte­stellen Karl-Weysser-Straße und Schlossplatz barrierefrei umgebaut. Das Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe nutzt die Sperrung außerdem für Brückensanierungen in diesem Bereich. Für die Tramlinien 1 und 2 bedeuten diese Bau­arbeiten veränderte Fahrwege, die Linie 8 wird während der Sommerferien auf ihrem gesamten Fahrweg eingestellt.

 

Durch den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts Grötzingen Bahnhof - Oberaustraße müssen die Linien S4 und S5 vo­rübergehend von den Schienen weichen und die Fahrgäste auf Ersatzbusverkehre um­steigen. Die zukünftige Zweigleisigkeit dient der Fahrplanstabilität, verbessert die Pünkt­lichkeit und entspannt den täglichen Be­trieb der AVG auf beiden Linien. Im Rahmen dieser Streckensperrung werden auch zeitgleich die Eisenbahnüberführung über die Pfinz in Berghausen saniert und die Gleise zwischen Grötzingen und Jöhlingen teilweise erneu­ert. Außerdem werden Sanierungsarbeiten an der Hubbrücke vorgenommen.

 

Auch die Deutsche Bahn nutzt die schulfreien Wochen und saniert rund 32 Kilometer ihrer Infrastruktur zwischen Karlsruhe und Graben-Neudorf. Wegen Weichenerneuerungen und Gleisarbeiten muss dieser Streckenabschnitt voll gesperrt werden. Der Fernverkehr der DB wird in dieser Zeit über Bruchsal und Durlach zum Karlsruher Hauptbahnhof umgeleitet. Aufgrund der hohen Verkehrsdichte auf

dem Streckenabschnitt Bruchsal - Karlsruhe Hauptbahnhof entfällt der Stadtbahnverkehr der Linien S31 und S32. Diese werden deshalb durch Busse ersetzt. Die Linie S3 fährt stündlich zwischen