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Oberderdingens neue Flüchtlingsunterkunft wurde stilvoll eingeweiht

06.07.2017

„Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige“,

 

zitierte Bürgermeister Thomas Nowitzki den großen Arzt Albert Schweitzer.

 

Am vergangenen Freitagnachmittag hat die Gemeinde Oberderdingen das bislang größte Projekt der heimischen Kommunalbau GmbH, deren Geschäftsführer Oberderdingens Kämmerer Dieter Motzer ist, eingeweiht.

 

Dabei entstanden in der Flehinger Straße für 3,7 Millionen Euro Gesamtkosten, die mit rund 852 000 Euro gefördert wurden, seit Ende Juli 2016 nun auf 2105 Quadratmetern Wohn- und 578 Quadratmetern Nutzfläche mit insgesamt 8100 Kubikmetern umbauten Raum insgesamt 33 Wohneinheiten für Flüchtlinge. Davon sind 25 Wohnungen für die Anschlussunterbringung vorgesehen und acht Wohneinheiten für die vorläufige Unterbringung als Gemeinschaftsunterkunft.

 

Diese Räume böten für die Geflüchteten aus der bisherigen Gesamtunterkunft in Flehingen nun viele Vorteile in der Anschlussunterbringung, führte Bürgermeister Thomas Nowitzki aus: Abgeschlossene Wohnräume mit Privatsphäre, eigenes Bad und Küche und direkte Ansprechpartner vor Ort.

 

In den nächsten Tagen sollen 26 Flüchtlinge aus Flehingen in die neue Unterkunft einziehen. Unter den Gästen bei der Einweihung weilten neben zahlreichen Gemeinderäten, Architekt Günther Meerwarth und Vertretern der Ettlinger Baufirma Lang, auch Karlsruhes Kreiskämmerer Ragnar Watteroth, Sozialdezernent Peter Kappes, Dominik Weiskopf vom Amt für Integration, sowie die Leiterin des Gebäudemanagements, Barbara Früh.

 

„Das oft zitierte Wort integrieren kommt aus dem Lateinischen und bedeutet erneuern, geistig auffrischen“, sagte Bürgermeister Thomas Nowitzki. Leider werde der Begriff als Anpassung an unsere Lebensweise verstanden, was eigentlich schade sei, denn dadurch gingen auch Wissen, viele Gebräuche und Emotionen verloren.  Zusammen mit dem Landkreis Karlsruhe und den Ehrenamtlichen des örtlichen Arbeitskreises soll im, „Pakt für Integration“, die erforderliche soziale Betreuung geleistet werden, so Nowitzki. Dazu werden Flüchtlingsmanager eingesetzt. Außerdem hat das Land Baden-Württemberg in Oberderdingen für die nächsten drei Jahre die Stelle eines Integrationsbeauftragten bewilligt. Von der neuen Unterkunft sei es überdies nicht weit zu den Kindergärten, der Grundschule, zu den Schulen und zum Einkaufen im Ort. „Lassen Sie uns mit einem guten Beispiel vorangehen, in der Hoffnung, so vielen Menschen, wie möglich die Chance zu geben, Fremdes kennen zu lernen und damit dem Frieden ein Stückchen näher zu kommen“, sagte Nowitzki. Denn Menschen und Dinge, die einem vertraut seien, würden nicht bekämpft.

 

„Es ist sehr gelungen“, sagte Kreiskämmerer Ragnar Watteroth erfreut über die neue Oberderdinger Baukombination von Gemeinschaftsunterkunft und Anschlussunterbringung. Durch die Unterkunft der geflüchteten Menschen, die bislang in Flehingen untergebracht waren, in die Anschlussunterkunft in Oberderdingen gelänge nun eine, „stufenlose Integration“, so Watteroth. Damit Integration funktioniere, müsste man an den Schnittstellen flexibel reagieren. In Oberderdingen sei mit dem neuen Gebäude, „zukunftsweisend und perspektivisch“, gedacht worden. Im Anschluss konnten sich die Oberderdinger Bürger dann die neue Unterkunft anschauen.

 

 

 

 

Freuen sich über die neue Flüchtlingsunterkunft mit Anschlussunterbringung: Oberderdingens Kämmerer und Geschäftsführer der Kommunal Bau, Dieter Motzer, Architekt Günther Meerwarth, Bürgermeister Thomas Nowitzki, Kreiskämmerer Ragnar Watteroth, Sozialdezernent Peter Kappes, vom Amt für Integration, Dominik Weiskopf, sowie die Leiterin des Gebäudemanagements, Barbara Früh (von links).  Foto: Gemeinde Oberderdingen

 

 

 

 

 

Kreiskämmerer Ragnar Watteroth, Oberderdingens Kämmerer und Geschäftsführer der Kommunal Bau, Dieter Motzer, Sozialdezernent Peter Kappes, die Leiterin des Gebäudemanagements, Barbara Früh sowie Bürgermeister Thomas Nowitzki (von links).  Foto: Gemeinde Oberderdingen