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Internationaler Wanderweg „Hugenotten- und Waldenserpfad“

05.02.2008

Am vergangenen Donnerstag fand im Forum Oberderdingen im Rahmen des internationalen Projektes „Hugenotten- und Waldenserpfad" ein touristischer Workshop statt.

 

Rund 60 Teilnehmer aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen sowie Frankreich konnte Bürgermeister Thomas Nowitzki in Oberderdingen willkommen heißen.

 

Der internationale Wanderweg, auf den Spuren der im 17.Jhd. aus Glaubensgründen aus dem heutigen Piemont und dem Departement Rhône-Alpes geflohenen Hugenotten und Waldenser, führt über 1500 Kilometer von Poet-Laval im südfranzösischen Departement Rhônes-Alpes über die südfranzösischen Alpen bis Genf, durch die Schweiz über Schaffhausen nach Deutschland, über die Schwäbische Alb durch den Schönbuch und das Kraichgau bis zum Odenwald. Von dort aus geht es weiter über das Rhein-Main-Gebiet, den Hochtaunus bis in das nordhessische Bergland zum Endpunkt Bad Karlshafen.

 

In Deutschland sind bislang 12 Etappen geplant. In der 9. Etappe liegt Oberderdingen mit dem Waldenserort Großvillars am geplanten internationalen Hugenotten- und Waldenserpfad, der hier den bereits bestehenden Waldenserweg aufnimmt. In Großvillars wird der Weg an der Waldenserkirche und dem Waldenserhäusle entlang führen. Auf der Freudensteiner Straße geht es schließlich über das Derdinger Horn nach Oberderdingen durch den Amthof und nach Flehingen weiter.

 

Die ersten Wanderer können den europäischen Fernwanderweg voraussichtlich erstmals im Jahr 2012 entlang gehen.

 

Beteiligt sind an diesem internationalen Projekt sowohl Kommunen, Landkreise und Tourismuseinrichtungen als auch Regionen, die zum einen inhaltlich mitarbeiten und zum anderen das Projekt finanziell unterstützen.

 

Am vergangenen Donnerstag haben nun Vertreter der verschiedenen deutschen Etappen, vom Kraichgau bis zur Region Burgwald weiter an der Konzeption und der touristischen Vermarktung des Fernwanderweges sowie dem angestrebten Erlebniswert (Kultur, Geschichte, Landschaft ...) und den damit verbundenen Effekten auf die einzelnen Regionen vor dem Hintergrund der kulturhistorischen Geschichte der Hugenotten und Waldenser gearbeitet.

 

Durch diesen Workshop wurden die regionalen Akteure, Leistungsträger und Interessengruppen der einzelnen Etappen in die Entwicklung des Marketingkonzeptes für den internationalen Hugenotten- und Waldenserpfad eingebunden.

Gemeinsam wurde das Marketingkonzept mit Leben gefüllt und touristische Angebote und Produkte kreiert und konzipiert.

 

So wurde vorgeschlagen, für den hungrigen Wanderer ein typisches Waldensergericht mit einem Waldenserwein anzubieten oder dem Erfindergeist der Hugenotten- und Waldenser in Vorträgen, Exkursionen und Kursen nachzuspüren.

 

Diese ganz unterschiedlichen und facettenreichen Ideen für die einzelnen Etappen sollen nun im nächsten Schritt zu einem erfolgreichen touristischen Qualitätsprodukt für den touristischen Markt entwickelt werden und eine gemeinsame Vermarktung vorangetrieben werden.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Projektkoordinatorin Frau Dr. Renate Buchenauer, Marburg, Tel.: 06421-47673, E-Mail: planungsbuerodrbuchenauer@yahoo.de sowie beim Etappenmanager Herrn Dietmar Gretter (Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg) Tel.: 07045-3105 oder im Rathaus Oberderdingen, Bauamt, Frau Bertling, Tel.: 07045-43402.