Freitag, 25.07.2014 • 05:38 Uhr

EN IT
VinothekForum OberderdingenMuseum Galerie AschingerhausWaldenser Häusle Großvillars

388 Besucher online • 0 angemeldet

Hier sind Sie: Start > Rubrikenübersicht > Feuerwehr > Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen Abt. Oberderdingen
Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen Abt. Oberderdingen
Aktuelles & Aktuelles Gesamtwehr (30/2014)
21.07.2014

Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen, Gesamtwehr

 

Termine: 

Freitag-Sonntag, 25.-27.07.14

Kommandantendienstbesprechung, Feuerwehrhotel St. Florian Titisee.

Samstag, 26.07.14

Abnahme Jugendleistungsspange KJF Karlsruhe.

Samstag, 26.07.14

Truckpulling-Wettbewerb der FF Philippsburg.

 

Heißausbildung am Brandübungscontainer

(TP/MW) Auch in diesem Jahr konnten die Atemschutzgeräteträger unter den Feuerwehrangehörigen im Landkreis Karlsruhe wieder an einer der jährlich vorgeschriebenen „Heißausbildung" teilnehmen. Der Energieversorger EnBW stellte den Feuerwehren erneut einen ihrer vier auf einem Anhänger aufgebauten, gasbefeuerten, mobilen Brandübungsanlagen kostenlos zur Ausbildung zur Verfügung. Die Übungsanlage war für rund zwei Wochen auf dem Festgelände der Gemeinde Bad Schönborn aufgestellt worden. 

Die Heißausbildung dient in erster Linie den Atemschutzgeräteträgern als Training. Sie können dort unter Anleitung und Aufsicht von geschulten Ausbildern der beteiligten Wehren das taktische und praktische Vorgehen der Brandbekämpfung im Innenangriff unter realen Bedingungen wie Hitze und Feuer üben, und wertvolle Erfahrungen sammeln. Außerdem können die Einsatzkräfte den richtigen und gezielten Umgang mit Hohlstrahlrohren sowie den Wassereinsatz zum Löschen und zum Eigenschutz trainieren. In den Übungsanlagen können verschiedene Einsatzszenarien wie Gas- oder Zimmerbrände, aber auch die bei den Feuerwehrangehörigen gefürchteten und sehr gefährlichen Rauchgasdurchzündungen „Flash over" simuliert werden. 

Von der Feuerwehr Oberderdingen nahmen am Freitag, 18.07.2014 und Samstag 19.07.2014 insgesamt rund 35 Feuerwehrangehörige an dieser Ausbildungseinheit teil, die nun bereits zum achten Mal durchgeführt werden konnte. An diesen Tagen waren auch wieder Feuerwehrangehörige der Betriebsfeuerwehr E.G.O. Oberderdingen sowie der Werksfeuerwehr Neff Bretten am gemeinsamen Training mit beteiligt.

 

Fotos: TP, MW (Feuerwehr Oberderdingen)

 

Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen, Abteilung Oberderdingen

 

Termine: 

Freitag, 25.07.14

Abteilungsgrillfest, Weisert`s Stückle im Schänzle.

Freitag-Sonntag, 25.-27.07.14

Kommandantendienstbesprechung, Feuerwehrhotel St. Florian Titisee.

Samstag, 26.07.14

Abnahme Jugendleistungsspange KJF Karlsruhe.

Samstag, 26.07.14

Truckpulling-Wettbewerb der FF Philippsburg. Abfahrt 16.00 Uhr im Feuerwehrhaus, Einteilung beachten!

Dienstag, 29.07.14

Sport, 20.00 Uhr Aschingerhalle.

Dienstag, 05.08.14

Sport  ENTFÄLLT,  Ferien!

Donnerstag, 07.08.14 -Samstag, 16.08.14

Zeltlager der Jugendfeuerwehr Oberderdingen in Dellstedt.

Freitag, 08.08.14

Sommernachtsdienst, 19.30 Uhr Feuerwehrhaus.

  

 

Altersabteilung Oberderdingen

 

Termine: 

Freitag, 01.08.14

Kameradschaftsdienst, 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus.

Freitag, 05.09.14

Kameradschaftsdienst, 19.00 Uhr im Feuerwehrhaus.

  

Weitere Info`s und Bilder auch immer auf unserer Homepage unter:

www.feuerwehr.oberderdingen.de

 

Pressewart (MW) 

 

 

 


Rückblick Kreisfeuerwehrtag (2)
21.07.2014

6. Kreisfeuerwehrtag Landkreis Karlsruhe - Rückblick Teil 2

 

Dazu die Verbandsnachricht des Kreisfeuerwehrverbands Karlsruhe 

Polizeimusikkorps begeisterte Helden des Alltags

Zu einem weiteren Höhepunkt des Kreisfeuerwehrtages konnte Bürgermeister Klaus Detlev Huge zahlreiche Gäste im vollbesetzten Festzelt am Montagabend begrüßen.

Mit Roland Lay, Leitender Polizeidirektor, konnte er den kommissarischen Leiter des Polizeipräsidiums Karlsruhe ebenso begrüßen wie die Polizeipräsidentin i.R. Hildegard Gerecke. Seine weiteren Grüße galten den Feuerwehren des Landkreises mit Kreisbrandmeister Thomas Hauck und Verbandsvorsitzendem Rudolf Dieterle an der Spitze. Viele Feuerwehrangehörige aus Feuerwehren des ganzen Landkreises waren mit ihren Familien, Bekannten und Freunden zum Benefizkonzert des Polizeimusikkorps nach Bad Schönborn gekommen. Unter den Zuhörern waren auch viele Mitbürger aus Bad Schönborn.

Anton Gramlich führte gekonnt durch ein kurzweiliges Programm bei dem das Musikkorps die Besucherschar mit ihren Darbietungen begeisterte. Gramlich zeigte sich auch glücklich, dass die Musiker der Polizei eingeladen wurden, um den Kreisfeuerwehrtag mit zu gestalten. „Für uns ist es ein große Ehre, unsere Verbundenheit zur Feuerwehr mit diesem Konzert zu zeigen. Das tun unsere Musiker gerne für die Helden des Alltags", stellte Gramlich unter großem Beifall fest.

Die Musikerinnen und Musiker in Polizeiuniform boten ein breites Spektrum ihres Könnens auf und sorgten mit einem abwechslungsreichen Programm für eine tolle Stimmung im Festzelt. Wahre Beifallstürme spendete das Publikum immer wieder auch für die gesanglichen Darbietungen der Solisten des Orchesters. „Don‘t cry for me Argentina" war mit Livegesang und Orchester eine schöne Erinnerung an den tags zuvor erreichten Weltmeistertitel der Fußballnationalmannschaft.

Das Publikum forderte dem Polizeimusikkorps mehrere Zugaben ab. Spätestens nach dem gemeinsamen Absingen des Badnerliedes hatte sich das Orchester mit seinen hervorragenden Solistinnen und Solisten in die Herzen aller Zuhörer gespielt. Für die Feuerwehren und die örtliche Wehr bedankte sich Erster Landesbeamter Knut Bühler und überreichte kleine Aufmerksamkeiten.

Das Benefizkonzert wurde zugunsten der Notfallhilfe des Stadt- und Landkreises Karlsruhe, der Gustav-Binder Stiftung und der Stiftung „Bürger in Not Bad Schönborn" durchgeführt. Bereits beim Empfang des Landkreises  konnte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel an die Verantwortlichen in gleichen Teilen die stolze Summe von 10.500 Euro überreichen. Somit konnte mit diesem sehr gelungenen Abend auch wertvolle Hilfe geleistet werden.

Bereits am letzten Tag des Kreisfeuerwehrtages konnte der Obmann der Altersmannschaften im Landkreis, Ehrenverbandsvorsitzender Manfred Burkard zum Treffen der Altersmannschaften der Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe begrüßen. Das Programm gestalteten die Kinderturngruppe des TSV Langenbrücken mit ihrem Showtanz und der Spielmannszug der Abteilung Mingolsheim. Bürgermeister Huge stellte seine Gemeinde vor und Erster Landesbeamter Bühler überbrachte die Grüße des Landrats.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft. Hatten sich am Sonntagnachmittag noch über 1.500 Feuerwehrangehörige zum Festumzug getroffen, dominierte am Abend der Fußball. Ein packendes Fußballspiel und eine begeisterte Anhängerschar der „schönsten Nebensache der Welt" hielten die Feuerwehr Bad Schönborn, Abteilung Langenbrücken, bis in den frühen Montagmorgen in Atem. Schön war es trotzdem für alle. Der vierte Stern war gewonnen.

Gelohnt hatten sich auch die Mühen um die Darstellung der Feuerwehren in der Öffentlichkeit. Über zwei Tage hinweg, boten auf der Aktionsmeile die Feuerwehr und befreundete Organisationen einen realitätsnahen Einblick in die Ausrüstung und Arbeit der Einheiten. Mitmachmöglichkeiten, Vorführungen und selbst Erinnerungsfotos boten die Angehörigen von Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, THW und vielen Rettungsorganisationen auf der Aktionsmeile. Am Sonntagnachmittag formierten sich die Feuerwehren dann geordnet nach den acht Unterkreisen zum Festumzug. Mit den Unterkreisführern und den Feuerwehrkommandanten an der Spitze zog der Zug durch Langenbrücken und dann mit dem Ziel Festplatz in Richtung Mingolsheim. Die festlich geschmückten Straßen säumte eine große Zuschauerzahl. Mit Motivwagen hatten einige Unterkreise ihre Arbeit sehr realitätsnah in der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung für die Zuschauer dargestellt.

Das erfolgreiche Benefizkonzert am Schlusstag des Kreisfeuerwehrtages 2014 war ein schöner Abschluss für die Feuerwehren des Landkreises und die Abteilung Langenbrücken für ihr Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen. Der diesjährige Kreisfeuerwehrtag war aber auch ein Zeichen der Geschlossenheit der Feuerwehren der Landkreises und der Bevölkerung von Bad Schönborn, welche die Verbundenheit zur ihrer Feuerwehr mehrfach deutlich zum Ausdruck brachte.  

Quelle: EDGAR GEISSLER, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe, 15.07.14

 

Kreisbrandmeisterstellvertreter ernannt - Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Amt für Bevölkerungsschutz umbenannt

Klaus Mayer mit Landkreis-Verdienstmedaille geehrt

Im Rahmen des Empfangs zum Auftakt des 6. Kreisfeuerwehrtag, der vom 11. bis 14. Juli in Bad Schönborn stattfand, verpflichtete Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die drei Kreisbradmeister-Stellvertreter Jürgen Bordt, Ullrich Koukola  und Werner Rüssel als Ehrenbeamte auf die Zeitdauer von fünf Jahren. Jürgen Bordt und Ullrich Koukola hatten dieses Amt bereits zuvor ausgeübt, Werner Rüssel kam neu für Klaus Mayer hinzu, der nach einer 15-jährigen Amtszeit nicht erneut kandidiert hatte und den der Landrat für seine außerordentlichen Verdienste für das Feuerwehrwesen mit der Verdienstmedaille des Landkreises Karlsruhe auszeichnete.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel verkündete weiterhin, dass das von Thomas Hauck geleitete Amt für Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt Karlsruhe in „Amt für Bevölkerungsschutz" umbenannt wird. Damit werde der enormen Entwicklung des Einsatzspektrums im Hinblick auf die vielfältigen Aufgabenstellungen einer modernen Notfallplanung und Gefahrenabwehr getragen, die von der bisherigen Amtsbezeichnung nicht annähernd mehr umfasst wird. 

Quelle: Landratsamt Karlsruhe, www.landkreis-karlsruhe.de, 14.07.2014 

  

Fotos gibt es im Internet unter den Links der Quellenangaben und auf www.feuerwehr.oberderdingen.de .


Rückblick Kreisfeuerwehrtag 2014 (1)
14.07.2014

6. Kreisfeuerwehrtag Landkreis Karlsruhe in Bad Schönborn

Vom 11.07. bis 14.07.14 fand in Bad Schönborn-Langenbrücken der 6. Kreisfeuerwehrtag Landkreis Karlsruhe statt, der alle sieben Jahre abgehalten, und vom Kreisfeuerwehrverband sowie vom Landkreis Karlsruhe zusammen mit den Kreiswehren durchgeführt wird. Parallel zum Kreisfeuerwehrtag feierte die gastgebende Feuerwehr des Ortsteils Langenbrücken ihr 150-jähriges Bestehen.

An allen vier Veranstaltungstagen beteiligten sich Kameraden der Einsatzabteilungen und der Altersmannschaften aller drei Abteilungen der Feuerwehr Oberderdingen an den vielfältigen Programmpunkten des Kreisfeuerwehrtags.

Auch die Bevölkerung war herzlich eingeladen, sich vor Ort über die Arbeit der Feuerwehren aber auch der anderen Hilfsorganisationen und der Polizei sowie der Bundeswehr zu informieren, oder am Unterhaltungsprogramm teilzunehmen.

Ausführliche Berichte zum Kreisfeuerwehrtag gibt es vom Kreisfeuerwehrverband unten im Anschluss an diesen Bericht.

 

Dazu die Verbandsnachrichten Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe

 

Kreisfeuerwehrtag mit Empfang eröffnet

Festlich geschmückt war die Kraichgauhalle in Bad Schönborner Ortsteil Langenbrücken zum Empfang des Landkreises anlässlich des 6. Kreisfeuerwehrtages. Für Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ist es der erste Kreisfeuerwehrtag in seiner Amtszeit als Kreischef. Er zeigte sich bei seiner Begrüßung erfreut über die große Anzahl von Ehrengästen die seiner Einladung gefolgt sind. „Damit zeigen insbesondere die zahlreich vertretenen Rathauschefs ihre Verbundenheit und Unterstützung zur wichtigen ehrenamtlichen Einrichtung in unseren Städten und Gemeinden", stellte Dr. Schnaudigel lobend fest. Zuvor hatte die Brassband „VollBRASS" die Veranstaltung sehr stimmungsvoll eröffnet.

Die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens ist sehr deutlich zu sehen und spiegelt sich in der umfassenden und abwechslungsreichen Darstellung auf der Aktionsmeile an zwei Tagen des Kreisfeuerwehrtages wieder, so Dr. Schnaudigel weiter. Gerade deshalb würdigte der Landrat die gute Zusammenarbeit der Kreisfeuerwehren mit den verschiedenen anderen Hilfsorganisationen sowie der Polizei und der Bundeswehr. Sie alle beteiligen sich an der Aktionsmeile und waren beim Empfang durch hochkarätige Führungskräfte vertreten. Explizit konnte er die Mitglieder des Landtages, Heribert Rech und Walter Heiler, ebenso begrüßen, wie die Spitzen der Kreistagsfraktionen. Für die Landkreiswehren begrüßte der Landrat Kreisbrandmeister Thomas Hauck mit seinen Stellvertretern sowie Verbandsvorsitzender Rudolf Dieterle ebenfalls mit seinen Vertretern. Für die Feuerwehren des Stadtkreises konnte er den Leitenden Branddirektor Günter Bechthold begrüßen und an der Spitze der Polizei den Leitenden Polizeidirektor Roland Lay.

Landrat Dr. Schnaudigel berichtete weiter über die Partnerschaft mit der Region Sha'ar Hanegev, einer Region in Israel zwischen dem Gazastreifen und der Negevwüste. Leider konnten die Gäste aus dem Partnerland wegen der aktuellen politischen Ereignisse und der Sicherheitslage nicht wie geplant zum Kreisfeuerwehrtag anreisen. „Wie hatten heute noch Kontakt zu Israel und uns wurde bestätigt, dass durch die auch in der Partnerregion eingeschlagenen Geschosse nur Sachschaden angerichtet wurde - die psychischen Belastungen der Menschen dort können wir aber gut mitfühlen", so der Landrat weiter.

Zu den aktuellen Problemen der Feuerwehren stellte Dr. Schnaudigel die demografische Entwicklung in den Mittelpunkt. Er zeigte sich dem Kreisfeuerwehrverband für die Aktion „plus 50" dankbar. Hier haben die Feuerwehren nach seiner Auffassung die Zeichen der Zeit erkannt und neben der weiterhin sehr erfolgreichen Jugendarbeit in den Feuerwehren eine weitere Möglichkeit der Mitgliedergewinnung aufgetan. Deshalb ist dem Kreischef auch um die Zukunft der Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe nicht Bange. „Zukunft ist nicht was passiert sondern was wir tun, und dies haben Sie im Kreisfeuerwehrverband erkannt", stellte er abschließend fest.

Für die gastgebende Gemeinde zeigte sich Bürgermeister Klaus Detlev Huge erfreut über die lange Feuerwehrtradition in seiner Gemeinde. Gerade mit dem Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Abteilung Langenbrücken werde dies deutlich. Als wesentlichen Erfolg der Wehren zeigen sich die dort tätigen Menschen. Ihnen sprach Huge seinen besonderen Dank aus und übergab stellvertretend an den örtlichen Kommandanten Erik Dammert die Jubiläumsgabe.

Für den Landesfeuerwehrverband überbrachte Vizepräsident Stefan Hermann die Grüße zum diesjährigen Kreisfeuerwehrtag. Den Landkreis Karlsruhe kennt Hermann sehr gut, da er während seiner Studienzeit in Karlsruhe mehrere Jahre Dienst in der Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten leistete. Positiv bewertete Hermann die Umbenennung des zuständigen Amtes im Landratsamt in Amt für Bevölkerungsschutz. Einzig die Tatsache, dass der Bund sich aus der finanziellen Förderung in diesem Bereich zurückziehen möchte, stimme die Feuerwehren derzeit bedenklich.

Nach einem weiteren Musikstück der Brassband „VollBRASS" referierte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, über die Aufgaben und Ziele seiner Dienststelle. Der Bund wird sich, so wie er eingangs klar feststellte, nicht aus diesem Verantwortungsbereich zurückziehen. Es sind aber Fragen zu der Verfassung über die Zuständigkeit ebenso zu berücksichtigen, wie die aktuelle Haushaltslage. Da wird es schon Einschnitte geben müssen wobei das Bundesland Baden-Württemberg bisher aber gut gefahren sei. „Viele Bundesländer sind neidisch auf Sie, wegen der vielen Bundesfahrzeuge, die Baden-Württemberg für den Brandschutz und den Sanitätsdienst abgegriffen hat", stelle Unger klar.

Unger zeigte weiter auf, wie der Bund auch international sehr erfolgreich die ehrenamtlichen Strukturen des Feuerwehrwesens in der ganzen Welt auf Anfrage vermittelt. Aktuelle Bespiele seien die Unterstützung des Landes Brasilien bei der Vorbereitung und Durchführung der Fußball-WM sowie dem Schutz der Nachbarländer durch den Krieg in Syrien. Die Feuerwehren und Behörden in Deutschland müssten sich auf Veränderungen durch den Klimawandel, Auswirkungen durch länger anhaltenden Stromausfall und die Angriffe auf Computersysteme einstellen. „Die aktuelle Bedrohung durch den Konflikt Ukraine/Russland lasse die Forderung nach der Wiedereinführung des Zivilschutzes deutlich erkennen", stellte Unger abschließend fest. Lobend äußerte er sich auch über die Aktivitäten im Landkreis Karlsruhe zur Notfallseelsorge und der Partnerschaft mit den Kameraden in Israel. Auch hier ist seine Behörde seit Jahren unterstützend tätig.

Die Amtszeit der stellvertretenden Kreisbrandmeister ist mit Ablauf des 11. Juli 2014 zu Ende gegangen. Landrat Dr. Schnaudigel betonte, dass mit Klaus Mayer ein bisheriger Amtsinhaber sich nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung gestellt hat. In seiner Laudatio hob Dr. Schnaudigel die besonderen Verdienste von Hauptbrandmeister Klaus Mayer in der Feuerwehr Kraichtal und auf Landkreisebene hervor. Diese herausragenden und über viele Jahre erbrachten Leistungen werden durch den Landkreis Karlsruhe sehr geschätzt und mit der Verleihung der Verdienstmedaille des Landkreises gewürdigt. Landrat Dr. Schnaudigel überreichte zusammen mit Kreisbrandmeister Hauck diese besondere Auszeichnung. Der Deutsche Feuerwehrverband zeichnete Mayer ob dieser Verdienste mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold aus. Vizepräsident Hermann überreichte zusammen mit Dieterle diese ausgewöhnlich hohe Ehrung.

In Ihren Ämtern wurden Ullrich Koukola und Jürgen Bord als stellvertretende Kreisbrandmeister bestätigt. Werner Rüssel wurde als solcher neu bestellt. Mit der Überreichung der Ernennungsurkunden durch Landrat Dr. Schnaudigel wurden die Genannten für fünf Jahre zu Stellvertretern von Thomas Hauck ernannt.

Durch den Kreisfeuerwehrverband wurde der langjährige Innenminister und Abgeordnete im Landtag Heribert Rech geehrt. Dieterle überreichte die Ehrennadel in Gold und bedankte sich für die Landkreiswehren und aber auch für die örtliche Wehr für die vielfältige und langjährige Unterstützung durch den Geehrten. Rech zeigte sich überrascht und erfreut über diese hohe Auszeichnung. Gerade die Bürger und die kommunale Ebene sind für ihn Garant für die erforderliche Unterstützung der Feuerwehren und der weiteren Hilfsorganisationen auf örtlicher Ebene.

Dieterle bedankte sich abschließend für die Unterstützung zur Durchführung dieses Empfangs. So hat der Küchenzug der Jugendfeuerwehr des Landkreises Karlsruhe die Verpflegung übernommen. Zur Erinnerung für die Ehrengäste übergab Projektleiter Eckhard Helms die von Jens Schmittgen und weiteren Kameraden erstellte Dokumentation über die Fahrzeuge der Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe. Mit dem Großen Zapfenstreich, vorgetragen von der Feuerwehrkappelle Jöhlingen, dem Spielmannszug Graben und dem Ehrenzug der Feuerwehren auf dem Vorplatz der Halle, klang ein würdevoller Empfang zum Kreisfeuerwehrtag vor zahlreichem Publikum aus. 

Quelle: EDGAR GEISSLER, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe,  12.07.14

  

Hochkarätig besetzte Sofarunde beschäftigte sich mit der Zukunft der Feuerwehren
Erstmals in der Form einer Sofarunde präsentierten die Feuerwehren des Landkreise bei ihrem Kreisfeuerwehrtag Gäste aus der Politik, der Wirtschaft und der Feuerwehr.

Innenminister Reinhold Gall, selbst Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn und als Innenminister oberster Dienstherr über das Feuerwehrwesen, kennt wie kein anderer die Situation in und um die Freiwilligen Feuerwehren. Moderiert von Jürgen Essig, Rundfunkreporter beim Südwestrundfunk Studio Karlsruhe, diskutierten die Gäste über die aktuelle Lage, die Entwicklung der Technik und die Zukunft der Feuerwehr. So sah der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Frank Knödler, die Feuerwehren in Baden-Württemberg gut aufgestellt und nach wie vor in der Fläche präsent. Die Mitgliederentwicklung sei seit Jahren bei 110.000 landesweit stabil ohne dass man sich hier zurücklehnen dürfe. Innenminister Gall sieht hier eher Aktionen und Projekte auf örtlicher Ebene für sinnvoll als teure Werbekampagnen. Diese hätten in anderen Bundesländern vergleichsweise bescheidene oder keine Erfolge gebracht.

Bürgermeister Klaus Detlev Huge aus Bad Schönborn zeigte sich zuversichtlich über die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens in seiner Gemeinde. Die Altersstruktur sei gut und die Menschen, die hier tätig seien, genössen bei ihm einen großen Stellenwert. Etwas mehr Unterstützung wünscht er sich bei der Realisierung neuer Projekte wie z.B. die Integrationsarbeit.

Für Landrat Dr. Christoph Schnaudigel ist das Feuerwehrwesen im Landkreis intakt Die technischen Anforderungen seien hier eher da und dort etwas einzugrenzen. Gerne sei sein Amt auch bereit, gerade kleinere Feuerwehren beratend zu unterstützen. Als Kenner der Situation in den Feuerwehren präsentierte sich Heribert Rech, MdL und ehemaliger Innenminister. Die Feuerwehren sind nach seiner Auffassung weiterhin Garant für die organsierte Selbsthilfe auf örtlicher Ebene. Thomas Egelhaaf, Leiter der Landesfeuerwehrschule, sieht weiterhin die Jugendfeuerwehr als wichtige und geeignete Einrichtung in den Wehren, um den Nachwuchs zu sichern. Der Jugendfeuerwehrwart ist nach seiner Auffassung die zweitwichtigste Person in einer Feuerwehr. So wie in der Jugendfeuerwehr gearbeitet wird, sähe die Feuerwehr in einigen Jahren aus.

Für den Bereich der Industrie beteiligte sich Michael Kristeller, Geschäftsführer der Firma Metz Karlsruhe an der Diskussion. In seinem Unternehmen wirken bereits mehr als ein Viertel der 400-köpfigen Belegschaft aktiv in Freiwilligen Feuerwehren. Für seine Firma sei es selbstverständlich, dass diese auch den Arbeitsplatz zur Teilnahme an Einsätzen verlassen könnten. Auch zur Teamfähigkeit der Mitarbeiter hat er eine klare Position. „Bevor man als Firma viel Geld in Teambildungsmaßnahmen investiert, stellt man lieber einen Feuerwehrangehörigen ein, der kann das", berichtete Kristeller. Bezirksbrandmeister Jürgen Link vom Karlsruher Regierungspräsidium empfahl zur Entlastung der Einsatzkräfte die weitere Spezialisierung und die interkommunale Zusammenarbeit. „Wenn Sie auf dem neuen Fahrzeug doppelt so viele Geräte als bisher mitführen, bedeutet dies auch ein wesentliches mehr an Zeit für die Ausbildung", mahnte Link. Da sei es effektiver, für bestimmte Einsatzarten Spezialisten mit entsprechender Ausbildung und Einsatzerfahrung nachzufordern.

Nach einigen Wortmeldungen aus dem Fachpublikum konnte Jürgen Essig eine kurzweilige und lebhafte Diskussion zum erfolgreichen Abschluss bringen. Die Kreisfeuerwehren haben mit der Sofarunde einen neuen Weg zum Gedankenaustausch der Fachleute gefunden. Diese Art der Veranstaltung kam im Rahmen des Kreisfeuerwehrtages sehr gut an.  

Quelle: EDGAR GEISSLER, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe, 12.07.14

  

Grundsatzthesen zum baden-württembergischen Feuerwehrwesen
Gut besucht war das gemeinsame Weiterbildungsseminar der Feuerwehrverbände aus der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe im Rahmen des Kreisfeuerfeuerwehrtages. Zu dem 5. gemeinsamen Seminar konnte Verbandsvorsitzender Rudolf Dieterle auch Führungskräfte aus den befreundeten Rettungsorganisationen begrüßen. Nach den Grußworten von Bürgermeister Klaus Detlev Huge, Bad Schönborn, übernahm Bezirksbrandmeister Jürgen Link die Moderation. Link zeigte sich erfreut über die wegweisende Zusammenarbeit der beiden Feuerwehrverbände. Auch die angebotenen Themen sind nach Links Worten interessante Inhalte für eine solche Weiterbildung.

Andreas Rudlof ist Leiter der Werkfeuerwehr auf dem Landesflughafen Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Werkfeuerwehren im Land. Er berichtete über die Notlandung einer Fokker 100 im September 2009 auf dem Flughafen Stuttgart. Bevor er auf dieses Schadensereignis näher einging, stellte der den Flughafen mit insgesamt 9.500 Arbeitsplätzen und die Werkfeuerwehr mit 80 Einsatzkräften vor. Rudlof zeigte zur Bewältigung dieses Unglück auf, wie die verschiedenen Sicherheitskräfte des Flughafens und aus der umliegenden Region erfolgreich zusammen gewirkt haben. Trotz des nicht ausgefahrenen Hauptfahrwerks konnte die Maschine sicher landen und die fünfköpfige Crew und die 73 Passagiere konnten unverletzt die havarierte Maschine verlassen. Zu bewältigen war auch das große Aufgebot an Pressevertretern zumal unter den Passagieren prominente Politiker aus dem Bund waren.

Wesentliche schlimmere Folgen hatte das Brandunglück im Jahr 2013 in der Stadt Backnang. Bei diesem Großbrand verstarben eine Mutter und sieben ihrer zehn Kinder. Da es sich hierbei um eine türkischstämmige Großfamilie handelte, erregte dieses schlimme Ereignis ein großes internationales Medieninteresse. Kreisbrandmeister Andreas Schmidt aus dem Landkreis Rems-Murr berichtete über den Einsatzablauf und die Pressearbeit der Polizei und der Feuerwehr. Die Anwesenheit deutschen und türkischen Politiker und Behördenvertreter erschwerten diese Aufgabe wesentlich. Als sehr hilfreich für die Arbeit der Feuerwehr zeigte sich die Mitgliedschaft eines türkischen Feuerwehrmannes. Dieser war bei der Brandbekämpfung eingesetzt und konnte in der Landessprache Fragen beantworten und auch verfolgen, was die türkischen Medienvertreter berichteten. Letztlich haben die Brandermittler festgestellt, dass eine fahrlässige Brandverursachung vorlag. Die öffentliche Diskussion über die Notwendigkeit von Rauchmeldern im privaten Wohnbereich wurde durch dieses Ereignis sicherlich beschleunigt und ist zwischenzeitlich Gesetz.

Der Integrationsbeauftragte des Deutschen Feuerwehrverbandes Orhan Bekyigit berichtete über verschiedene Projekte auf Bundesebene. Teilweise mit finanzieller Unterstützung durch die Europäische Union wurden Maßnahmen angeboten, um das Verständnis der Mitbürger mit Migrationshindergrund für unser Feuerwehrwesen ebenso zu wecken, wie die Mitgliedschaft anzubieten. „99 % der Menschen mit Migrationshindergrund kennen unser System der Freiwilligen Feuerwehren nicht", stellte Bekyigit fest. Er zeigte den anwesenden Führungskräften aber auch auf, dass nur eine veränderte Jugendarbeit den Fortbestand unserer Wehren dauerhaft sichern könne. Es müssten nach seiner Auffassung neue Bevölkerungsgruppen bei der Mitgliedergewinnung durch die Feuerwehren erschlossen werden. Sehr erfreut zeigte er sich, dass sowohl der Stadtfeuerwehrverband als auch der Kreisfeuerwehrverband sich aktiv an diesen Projekten beteiligen und Seminare gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehrverband durchgeführt haben. „Wir können aus diesen Projekten lernen, aber wir müssen auch unser Verhalten ändern", resümierte Bekyigit abschließend.

Kein geringerer als der Präsident des Landefeuerwehrverbandes persönlich referierte zum dem Thema „Was kann die Feuerwehr noch leisten"? Dr. Frank Knödler ist auch Leiter der Feuerwehr in der Landeshauptstadt Stuttgart. Nach mehreren Stationen bei Freiwilligen und Berufsfeuerwehren hat er nun seit 22 Jahren dieses hohe Amt in Stuttgart inne. „Grundsätzlich sind die Feuerwehren in unserem Land gut ausgestattet und mit der Ausbildungsstätte in Bruchsal haben wir auch hervorragende Voraussetzungen für eine gute und profunde Ausbildung", stellte der oberste Repräsentant des Feuerwehrverbandes fest. Er stellte aber auch mit Hinweis auf die gesetzlichen Grundlagen klar fest, dass die Feuerwehren sich auf Ihre Kernkompetenzen fokussieren sollten. Die Feuerwehr darf und kann nicht weiterhin die Allzweckwaffe der Bürgermeister und damit auch „Mädchen für alles" sein. Für die Belastung durch Ausbildung müssen auch Alternativen diskutiert werden. Es sind bestimmte Grundfertigkeiten in der Brandbekämpfung und der einfachen technischen Hilfeleistung von allen Feuerwehrangehörigen zu beherrschen. Spezielle Aufgaben beispielsweise in der umfassenden technischen Hilfeleistung oder im ABC-Einsatz müssen Spezialisten überlassen werden. Auch das werde noch zu diskutieren sein.

Grundsätzlich regt der Landesfeuerwehrverbandsvorsitzende aber auch an nachzudenken, wie die ehrenamtlichen Strukturen durch hauptamtliche Kräfte zu unterstützen sind. Viele der 100 großen Kreisstädte im Land müssten prüfen, ob Sie nicht gerade für die Tagesverfügbarkeit hauptamtliche Kräfte werktags von 6 bis 18 Uhr vorhalten müssen. Hauptamtliche Gerätewarte und hauptamtliche Verwaltungs- und Führungskräfte seien teilweise schon realisiert. Auch die Rekrutierung von Kräften aus den Verwaltungen der Städte und Gemeinden zur Verbesserung der Tagesverfügbarkeit müssten untersucht werden. Dieser Aufgabe müssten sich die Feuerwehren stellen, um dauerhaft die Rahmenbedingungen für die weltweit einmalige ehrenamtliche Strukturen auch dauerhaft erhalten zu können.

Jürgen Link bedankte sich bei dem Präsidenten für diese deutlichen und klaren Worte welche er als Grundsatzthesen zum baden-Württembergischen Feuerwehrwesen wertete. 

Quelle: EDGAR GEISSLER, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe, 12.07.14

  

Mehr zum Thema in der nächsten Ausgabe.