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Historisches über Oberderdingen

766Erstmalige Erwähnung von Tardingen (Derdingen) in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch als Siedlung. Schenkung des Hunfried an den hl. Märtyrer Nazarius.
9. Jhd.Bau der Eigenkirche durch die Weißenburger im Oberdorf für den Heiligen Laurentius 
10. Jhd.Die Weißenburger erstellen das Peterskirchlein (heutige Peter & Paul Kirche) in Unterderdingen.
Erstmalige Nennung des Selhofs (wahrscheinlich heutiger Amthof im Oberdorf) in den Weißenburger Quellen.
Die Vergrößerung des Dorfes führte zu einer neuen Siedlung, zu einem Tochterdorf - Unterderdingen
1260In der Herrenalber Urkunde wird erstmals von einem Weinberg in Terdingen berichtet.
1267Das Kloster Herrenalb wird alleiniger Herr aller Rechte, hatte allerdings schon seit 1181 Grundbesitz in Terdingen.
14 Jhd. Herrenalb hat die Besitztümer aller adligen Herren in Derdingen an sich gebracht 
1480Gündung des klösterlichen Stabamtes durch das Kloster Herrenalb.
Die Untertanen aus 7 Dörfern (Nußbaum, Oberacker, Bahnbrücken, Freudenstein, Hohenklingen zur Hälfte, Gölshausen zum Teil und Sprantal) mussten von allem was der Halm trug, auch vom Wein, den „Zehnten“ abgeben. Dieser „Zehnte“ wurde in der Zehntscheuer im heutigen Rathaus gelagert. 
1504Im Reichskrieg gegen die Pfalz besetzte Herzog Ulrich v. Württemberg Derdingen, das nach dem Friedenschluss unter württemb. Oberhoheit kam.
1555Verleihung des Marktrechtes. Noch heute findet der Wochenmarkt auf dem mittlerweile neuen Marktplatz statt.
1618-1648Es wütete auch in Derdingen der 30-jährige Krieg. Aus dieser Zeit entspringt auch der Brauch des Lichtmessreitens, als ledige Burschen aus Derdingen die Mühle vor Plünderung und Brandschatzung bewahrt hatten. Aus Dankbarkeit stiftete daraufhin der Müller die Kuchen und seitdem werden sie Jahr für Jahr an Lichtmess bei der Oberen Mühle abgeholt. Heutzutage wird Lichtmess als Derdinger Nationalfeiertag mit Markt und Lichtmesstanz gefeiert. 
Mehr zu Lichmess hier – Link 
1699Ankunft 3000 Waldenser-Flüchtlinge aus Frankreich. Erlaubnis zur Ansiedlung zwischen Derdingen und Maulbronn auf verwüstetem Ackerland.
1722Das Kloster Herrenalb baute eine neue eigene Kelter und erließ Kelter- und Weinlesevorschriften
1862Geburtsjahr des ersten Ehrenbürgers August Aschinger, Großgastronom in Berlin im 19./20. Jahrhundert
1892Im September öffnete das alte Schulhaus an der Brettener Straße seine Türen für 250 Schüler und drei Lehrkräfte. Zwei Lehrdienstwohnungen und vier Klassenzimmer standen zur Verfügung – heute befindet sich darin das Forum Oberderdingen (Kultur- und Tagungszentrum)
1907Eröffnung des ersten Industriebetriebs „die Mundharmonikafabrik Hohner-Hotz“ aus Trossingen/Knittlingen 
1909Derdingen hat 1910 Einwohner. Davon 984 weiblich und 926 männlich. 1838 Einwohner evangelisch-lutherischen Konfession, 6 katholisch und 75 andere Konfessionen. Die Markungsfläche beträgt 1952 ha mit  279 Wohnhäusern
1925Gründung des Unternehmens Blanc&Co (heute BLANCO) von Heinrich Blanc. BLANCO ist heutzutage führender Produzent von vorwiegend aus Edelstahl hergestellten Erzeugnissen in der Bereichen Küchentechnik, Catering Systeme und MED-Systeme ist
1931Die von Karl Fischer in Oberweiler/ heute Badenweiler, gegründete Firma E.G.O. Elektro-Gerätebau Oberweiler (heute Elektro-Gerätebau Oberderdingen) übersiedelte nach Oberderdingen. Entwickelt, produziert und vertrieben werden Heiz- und Steuerelemente für die Elektro-Geräte Industrie. Das Unternehmen ist heute eine Firmengruppe mit Weltgeltung 
1960Die Gemeinde erhält für ihre hervorragende Verdienste um den Weinbau den Landes Ehrenpreis 
1963Der Gemeinderat beschließt die Änderung des Ortsnamens Derdingen in OBERDERDINGEN beim Innenministerium in Stuttgart zu beantragen
1973Gemeindereform: Oberderdingen, Flehingen und Großvillars werden zu einer Gemeinde OBERDERDINGEN zusammengeschlossen