Das Wappen
Die Gemeinde Oberderdingen ist durch die Eingemeindung von Flehingen und
Zuteilung des gesamten, seit 1866 auf Derdingen und Knittlingen aufgeteilten
Ortes Großvillars entstanden. Im Eingliederungsvertrag wurde die Schaffung eines
neuen Gemeindewappens vereinbart. Bei dem beantragten Wappens handelt es sich um
das modifizierte bisherige Oberderdinger Gemeindewappen, das um 1930 geschaffen
worden war und nun durch Umdeutung des Rebastes und den Ersatz der Mönchskutte
durch die Flehinger/Sickinger Kugeln auf die neue Gemeinde Oberderdingen hin
aktualisiert wurde. Das in Zusammenarbeit mit dem Generallandesarchiv Karlsruhe
geschaffene neue Wappen ist inhaltlich begründet und heraldisch
einwandfrei.
Die drei Symbole des Wappens stehen für die drei Ortsteile.
Oberderdingen, Flehingen und Großvillars.
Der Rebast auf dem oberen
Drittel des Wappens symbolisiert in erster Linie den Ortsteil Großvillars, der
am stärksten durch die Landwirtschaft geprägt ist.
Die fünf silbernen
Kugeln in schwarz, links unten, sind das gemeinsame Wappen der Herren von
Flehingen und von Sickingen. Die sogenannten fünf Schneeballen bildeten bis zur
Eingemeindung das Gemeindewappen von Flehingen. Schon 1936 war Sickingen nach
Flehingen eingemeindet worden.
Der blaue Rost, der rechts unten auf dem
Wappen abgebildet ist, stellt das Zeichen der Oberderdinger Kirchenpatrons St.
Laurentius dar und war gleichzeitig auch das alte Siegelbild und Dorfzeichen von
Oberderdingen.
Am 30. August 1982 wurde das neue Oberderdinger Wappen von
dem damaligen Landrat Dr. Ditteney mit einer heraldisch genauen
Wappenbeschreibung übergeben. Diese lautete:
"In einem von schwarz und
silber gespaltenen Schild oben rechtshin liegend ein Rebast mit drei Blättern
und zwei Trauben in verwechselten Farben, darunter vorne fünf silberne Kugeln
hinten ein blauer Rost."
Ab dem 30. August 1982 war das neue verliehene
Wappen das öffentliche Gemeindewappen für Oberderdingen.






