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Amtliche Bekanntmachungen und Nachrichten

Amtliche Bekanntmachungen und Nachrichten | Mendler, Michael | 06.06.2019

Wildkrautbeseitigung

Die Gemeinde Oberderdingen testet im Zuge der Wildkrautbeseitigung auf dem Friedhof Oberderdingen und den beiden Tartanbahnen im Stadion eine Methode, die ökologisch mit heißem Dampf das Wildkraut zerstört und hat damit eine Fachfirma beauftragt.

 

Bei dem Verfahren wird das Wildkraut mit etwa 100 Grad heißem Wasserdampf bekämpft. Dabei werden die Eiweißzellen im Blatt beschädigt und die Pflanze welkt ab. „Je nach Witterung wird das Verfahren bis zu vier Mal jährlich durchgeführt. Bei regelmäßiger Durchführung und in trockenen Jahren reichen vermutlich auch drei Behandlungen“, berichtet Bauhofleiter Host Simmel.

 

 

Im ersten Jahr sind die Wildkrautpflanzen noch ausdauernd, da die Pflanzen nur oberflächlich geschädigt werden. Diese werden mit jeder Behandlung schwächer. Bei neu aufkeimendem Wildkraut ist die Wirkung am besten, deshalb muss das Verfahren regelmäßig durchgeführt werden. „Diese Verfahren gibt es schon länger und in verschiedenen Ausführungen. Trotz hoher Kosten hat sich die Dampfbehandlung immer mehr durchgesetzt. Da es nun schon seit ein paar Jahren verboten ist abzuspritzen, werden die Verfahren nun doch öfter eingesetzt“, erklärt Horst Simmel.

 

Die Alternativen zur Wasserdampfmethode ist die mechanische Wildkrautentfernung mit Bürsten oder Motorsense. Dadurch kann es zu schleudernden Steinchen oder Veränderung der Oberfläche kommen. Ebenfalls ist die mechanische Entfernung weniger langanhaltend als die thermische Behandlung. Hierbei gelangt der Dampf auch in die Pflasterfugen, so dass die Pflanze noch mehr geschwächt wird. Auch Vertiefungen, wie es sie häufig an älteren Pflasterbelägen gibt, werden beim Wasserdampf mitbehandelt.

 

Stellt sich die thermische Behandlung für geeignet dar, besteht die Option dieses Verfahren erneut anzuwenden und eventuell auszuweiten.