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Aktuelle Infos / Aus der Presse

Aktuelle Infos / Aus der Presse | Mendler, Michael | 09.01.2020

Vorstellung der Entwurfsplanung zur Sanierung und zum Neubau des Katholischen Kindergartens St. Josef in Flehingen

Aufgrund der Defizite im energetischen Bereich, Barrierefreiheit, Brandschutz und vergrößertem Raumbedarf soll der Katholische Kindergarten St. Josef in Flehingen in Teilen abgerissen werden und mit einem Neubau auf neuestem, technischen und baulichen Stand gebracht werden. Die Architekten vom Büro Weindel, Michael Weindel Jun. und Markus Bähr präsentierten dem Gemeinderat ihre Entwurfsplanung zum Neubau des Katholischen Kindergartens St. Josef mit dem Umbau des ehemaligen Schwesternwohnheims. Es wird zwei Krippen- (U3) sowie zwei Kindergartengruppen (Ü3) geben. Der Bauantrag wird im Januar 2020 eingereicht, so dass voraussichtlich im Oktober 2020 mit dem Bau begonnen werden kann.

 

 

Eine beauftragte Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass der Katholische Kindergarten St. Josef in Flehingen stark sanierungsbedürftig ist. Aus diesem Grund soll der nicht denkmalgeschützte Bauteil aus den 1960er/1970er Jahren abgerissen werden. Das denkmalgeschützte ehemalige Schwesternwohnheim wird erhalten und in die Planungen einbezogen.

 

Während der Bauphase ist vorgesehen, dass die Kinder in der alten Schlossgartenhalle untergebracht werden. Vorab hat eine Ortsbesichtigung mit der Kirche und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) stattgefunden. Architekt Günther Meerwarth erstellt die Planungen für die dazu erforderlichen Umbaumaßnahmen in der alten Schlossgartenhalle. Hierzu hat er zwei Varianten, von der eine etwas größer ist vorgesehen. Im Bereich der Parkplätze sowie der Gaststätte ist der Hauptbereich des Kindergartens vorgesehen. Die Planungen müssen nun noch mit dem KVJS abgesprochen werden.

 

Die Planungen für den Neubau wurden bereits mit der Kirche und dem Denkmalamt besprochen. Das Denkmalamt hat den Entwurf weitgehend akzeptiert. Einige Details müssen noch abgestimmt werden. Ebenfalls wurden die Vorgaben des KVJS in den  Planungen berücksichtigt und Details noch abgestimmt.

 

Das Bauvorhaben gliedert sich in drei Maßnahmen, den Abriss des bestehenden Kindergartens und anschließend die Sanierung des bestehenden Schwesternhauses und den Neubau des Kindergartens. Die Vergrößerung des Raumprogramms auf vier Gruppen kann weder wirtschaftlich noch funktional durch eine Erweiterung in den Bestand sinnvoll integriert werden. Das bestehende Schwesternhaus und der angrenzende Anbau werden sorgsam und mit enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert. Im Erdgeschoss des Schwesternhauses wird die Krippe zum Mehrzweckraum rückgebaut, im Anbau werden Teile der Krippe, der Ruheraum und ein Materialraum untergebracht. Im Obergeschoss des Schwesterhauses werden die verwaltungs- und Personalräume neu organisiert.

 

Der Neubau wird ein länglicher und schmaler Baukörper neben der Kirche werden. Der Haupteingang wird durch den Torbogen erreicht und bleibt an gewohnter Stelle. Alle Krippen- und Gruppenräume sind in einer Spange im Neubauteil untergebracht. Ein zentrales Foyer und ein Spielflur ordnen übersichtlich und einfach die Aufenthaltsflächen mit dem Mehrzweckraum, die Gruppenräume und einer eingestellten Box mit den Nebenflächen.

 

Der Mehrzweck- und Veranstaltungsraum wird im bestehenden Schwesternhaus sein, Teile der Krippe 1 befinden sich im Anbau. Ein beidseitig belichteter Spielflur ermöglicht einen direkten Blick und Zugang zu den Außenbereichen. Mehrzweckraum und Schwesternhaus sind großzügig über das Foyer und den Spielflur zu erreichen.

 

Alle Krippen- und Gruppenräume haben direkten Kontakt zu den Freibereichen, alle Aufenthaltsräume sind natürlich belichtet und belüftet. Zusätzlich steht ein Raum für die Außengeräte zur Verfügung. Im Obergeschoss sind nur Flächen für das Personal vorgesehen.

 

Die Kosten der Baumaßnahme belaufen sich nach einer  Kostenschätzung auf 1.532.140 Euro / brutto. Allerdings ohne die Außenanlage, Einrichtung und weitere Kosten für das Honorar der Planer. Im Haushalt 2019 sind 550.000 Euro, im Jahr 2020 500.000 Euro und im Finanzplanungsjahr 2021 450.000 Euro eingestellt, so dass insgesamt 1,5 Mio. Euro finanzier sind. Die Verwaltung wird im Januar 2020 einen Antrag auf Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock stellen. Die Baumaßnahme darf erst nach Zusage des Bewilligungsbescheids begonnen werden.

 

Gemäß des Kindergarten-Vertrags  müsste sich die Kirchengemeinde an den Investitionskosten grundsätzlich mit 25% beteiligen bzw. die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 75% der Kosten leisten. Für die geplante Sanierung/Neubau des Gebäudes soll eine abweichende Regelung vereinbart werden. Die Kirchengemeinde übernimmt 10% der festgelegten Investitionskosten. Die restliche Finanzierung einschließlich eventuellen öffentlichen Zuschüssen obliegt der Gemeinde. Die Vereinbarung ist noch abzuschließen.