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News & Aktuelles

Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen Abt. Oberderdingen

Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen Abt. Oberderdingen | Wöhrle, Michael | 16.11.2020

Feuerwehr Oberderdingen - Aktuelles (47/2020)

Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen, Gesamtwehr

 

Technische Hilfeleistung, Kleineinsatz – Tierrettung

Zu einen Technischen Hilfeleistungs- bzw. Tierrettungseinsatz wurde die Abteilung Flehingen am Sonntag, 08.11.20 um 15.53 Uhr von der integrierten Leitstelle Karlsruhe ins Gewann „Götzenberg“ alarmiert. Dort wurde von der Polizei ein in einem Tor einer Grundstücksumzäunung eingeklemmtes Reh gemeldet.

Nach dem Eintreffen und der Lageerkundung konnte dem Rehkitz mit vereinten Kräften von Polizei und Feuerwehr sowie entsprechendem technischem Gerät schnell geholfen werden. Mittels eines pneumatischen Hebekissens konnten die Stahlstäbe des Tors soweit auseinandergebogen werden, dass das mit dem Körper eingeklemmte Jungtier befreit werden konnte. Ohne offensichtliche Verletzungen wurde es anschließend in die Freiheit entlassen.

Im Einsatz waren sieben Feuerwehrangehörige der Abteilung Flehingen mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 16/20 sowie die Polizei mit zwei Beamten und einem Streifenwagen vom Revier Bretten. Einsatzende war gegen 16.35 Uhr.

TierrettungTierrettungFotos: © Feuerwehr Oberderdingen

 

Brandeinsatz, Mittelbrand – Überlandhilfe  

Gemeinsam mit der Feuerwehr Kürnbach wurde die Abteilung Flehingen am Freitagmorgen, 13.11.20 um 4.53 Uhr von der integrierten Leitstelle Karlsruhe zur Überlandhilfe bei einem Brandeinsatz nach Kürnbach in die Sickinger Straße alarmiert. Dort wurde zunächst ein ausgelöster Heimrauchmelder gemeldet. Nach weiteren Notrufen wurde nach kurzer Zeit die Alarmstufe auf „Brand – Menschenleben konkret in Gefahr“ erhöht und zusätzlich die Feuerwehr Sulzfeld hinzualarmiert.

Nach dem Eintreffen der ersten örtlichen Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle, stellte sich heraus, dass es sich um einen Balkon- bzw. Zimmervollbrand im Erdgeschoss (Hochparterre) eines dreigeschossigen Wohnhauses mit insgesamt sechs Wohneinheiten und einer starken Verrauchung handelte. Das Treppenhaus war jedoch rauchfrei. Zunächst wurden noch mehrere Bewohner vermisst, zwei Personen konnten sofort gerettet werden.

Umgehend wurden Maßnahmen zur Menschrettung und Brandbekämpfung unter anderem mit zwei Trupps unter Atemschutz mit zwei C-Rohren im Innenangriff und eine Druckbelüftung eingeleitet sowie die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz sichergestellt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Das Feuer konnte dann rasch gelöscht werden und die insgesamt 11 Bewohner konnten sich ins Freie retten. Dort wurden sie vom Notarzt und Rettungsdienstpersonal versorgt bzw. vorrübergehend im Flehinger Mannschaftstransportwagen untergebracht und durch die Feuerwehr betreut. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Kräfte der Abteilung Flehingen waren unter anderem mit der Durchsuchung und Kontrolle des Hauses unter Atemschutz und mit Belüftungsmaßnahmen betraut und stellten weitere Atemschutz- und Sicherungstrupps in Bereitschaft. Ein Bewohner wurde dem Rettungsdienst zur Versorgung übergeben.

Im Einsatz waren unter der Leitung von Kürnbachs Kommandant Hartmut Grüneich die Kräfte aus Kürnbach mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 8/18, dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 und dem Mannschaftstransportwagen MTW, die Feuerwehr Sulzfeld mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12, dem Gerätewagen GW-T, dem Mannschaftstransportwagen MTW und dem Einsatzleitwagen ELW 1 und 21 Feuerwehrangehörige der Abteilung Flehingen mit der Drehleiter DLA (K) 23/12, dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 16/20, dem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF und dem Mannschaftstransportwagen MTW. Außerdem war der Rettungsdienst des DRK-Kreisverbands Karlsruhe mit einem Notarzt, fünf Mitarbeitern und zwei Rettungswagen RTW aus Oberderdingen und Bretten und einen Notarzteinsatzfahrzeug NEF aus Bretten unter der Leitung des organisatorischen Leiters Rettungsdienst Wolfgang Göthel vor Ort. Sie wurden unterstützt von fünf Helfern (SB) der Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Oberderdingen mit dem Krankenwagen KTW-4 und dem Mannschaftstransportwagen MTW. Die Polizei war mit acht Beamten (SB) und vier Streifenwagen angerückt. Der Stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Maier sowie Kürnbachs Bürgermeister Armin Ebhart waren ebenfalls vor Ort gekommen um sich ein Bild der Lage zu machen. Einsatzende war gegen 8.00 Uhr.

 

Brandnachschau, Überlandhilfe Wärmebildkamera

Auf Anforderung der Feuerwehr Kürnbach unterstützte Kommandant Thomas Meffle die Kürnbacher Kameraden am Freitag, 13.11.20 mittags und abends mit der Wärmebildkamera bei zwei Brandnachschauen an der Einsatzstelle des morgendlichen Wohnungsbrands in der Sickinger Straße. Die beiden Nachschauen waren jeweils ohne Feststellung, so dass keine weiteren Maßnahmen notwendig wurden.

Neben den Kräften der Feuerwehr Kürnbach war Kommandant Meffle mit dem Einsatzleitwagen ELW 1 von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Einsatz.

 

Brandeinsatz – Nachschau

Am Samstag, 14.11.20 wurden die Abteilungen Flehingen und Oberderdingen um 13.59 Uhr von der integrierten Leitstelle Karlsruhe zu einem Brandeinsatz in den Häldeweg alarmiert. In einer Garage der Aussegnungshalle des Flehinger Friedhofes wurde ein PKW-Brand gemeldet.

Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle konnte ein Schmorbrand an einem in der Garage abgestellten Fahrzeug festgestellt werden, der aber bereits mit einem Feuerlöscher abgelöscht worden war. Zunächst waren jedoch zwei Trupps unter Atemschutz mit Kleinlöschgerät in Bereitstellung. Außerdem wurde die Fahrzeugbatterie abgeklemmt. Mit Hilfe der Wärmebildkamera wurde das Fahrzeug nochmals auf eine Hitzeentwicklung kontrolliert – mit negativem Ergebnis, so dass keine weiteren Maßnahmen mehr notwendig waren und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden konnte.

Im Einsatz bzw. in Bereitstellung waren 22 Feuerwehrangehörige der Abteilung Flehingen mit dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 16/20, dem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF und dem Mannschaftstransportwagen MTW sowie 27 Kräfte der Abteilung Oberderdingen mit dem Löschgruppenfahrzeug LF20/20, dem Einsatzleitwagen ELW 1 und dem Mannschaftstransportwagen MTW (Fahrzeugergänzung wegen Pandemiebesatzung). Die Polizei war zunächst mit zwei Beamten (SB) und einem Streifenwagen vor Ort. Einsatzende war für die Feuerwehr gegen 14.55 Uhr.

PKW-SchmorbrandPKW-Schmorbrand

Fotos: © Feuerwehr Oberderdingen 

 

 

Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen, Abteilung Oberderdingen

 

Teilnahme am Online-Seminar „Der Krebs und die Feuerwehr – Praktische Tipps zur Einsatzstellenhygiene

Abteilungskommandant Tobias Proissl nahm am Mittwochabend, 11.11.20 an einem Webinar „Der Krebs und die Feuerwehr – praktische Tipps zur Einsatzstellenhygiene“ teil. Bei diesem rund zweistündigen Online-Seminar, angeboten vom Feuerwehr-Magazin, wurde speziell das erhöhte Krebsrisiko bei Feuerwehreinsatzkräften und daraus abgeleitet die konsequente Einsatzhygiene erläutert.

Referent des Seminars war Marcus Bätge, seit Jahrzehnten Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr Hamburg und momentan im Sicherheitsmanagement der Feuerwehr Hamburg, unter anderem in beratender Funktion für die Leitung der Feuerwehr tätig. Außerdem ist Marcus Bätget einer der Gründer und geschäftsführender, derzeit einziger Gesellschafter von „FeuerKrebs“, einer Gesellschaft, die Informations- und Aufklärungsveranstaltungen sowie Unterstützungen bei Fragestellungen rund um das Thema Einsatzstellenhygiene und Vermeidung von Kontaminationsverschleppungen nach dem Motto Aufklärung, Ausbildung und Ausrüstung anbietet.

Ziel der Weiterbildung war es also, Feuerwehreinsatzkräfte für das Thema zu sensibilisieren und ein „neues Bewusstsein“ für eine „saubere Feuerwehr“ wecken sowie Gefahren und Gesundheitsrisiken durch die Exposition gegenüber den charakteristischen und klassischen Verbrennungsprodukten durch einfache Maßnahmen zu senken.

Zu den Themeninhalten zählten die Vorstellung von „FeuerKrebs“ (Wer und was ist die Gesellschaft?), die Frage „Warum sich jede Feuerwehr mit dem Thema befassen sollte?“, die Feststellung, dass Brandrauch immer krebserregende Stoffe enthält, die Erläuterung wissenschaftlicher Erkenntnisse, die Maßnahmen zur Prävention und Eigenverantwortung sowie die Minimierung des Risikos.

 

 

Weitere Info`s und Bilder auch immer auf unserer Homepage unter:

www.feuerwehr-oberderdingen.de/ und auf facebook bzw. twitter und Instagram

 

Pressewart (MW)