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Aktuelle Infos / Aus der Presse

Aktuelle Infos / Aus der Presse | Mendler, Michael | 23.02.2021

Kindergartenneubau in Flehingen steht vor Baubeginn

Der katholische Kindergarten St. Josef auf dem denkmalgeschützten Areal der St. Martin-Kirche in Flehingen wird komplett umgebaut. Das Projekt steht kurz vor Baubeginn. Um mit den Arbeiten starten zu können, muss die vom Gemeinderat befürwortete und mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS), der für die Betriebsgenehmigung zuständig ist, abgestimmte Interimslösung in der „alten“ Schlossgartenhalle in Flehingen umgesetzt werden. 

 

Aufgrund der vorhandenen Defizite,             vor allem im energetischen Bereich und der Barrierefreiheit soll der katholische  Kindergarten  St. Josef in Flehingen in Teilen abgerissen  werden und  mit einem Neubau auf den neuesten, technischen und baulichen Stand gebracht werden. Es wird zwei Krippen- (U3) sowie zwei Kindergartengruppen (Ü3) geben. Das Bauvorhaben gliedert sich in drei Maßnahmen, den Abriss des bestehenden  Kindergartens,  der  anschließenden Sanierung des bestehenden Schwesternhauses und den Neubau des Kindergartens. Das bestehende Schwesternhaus und der angrenzende Anbau werden sorgsam und mit enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert. Die Maßnahme wird im Frühjahr 2021 beginnen.  Während der Bauphase dient die Schlossgartenhalle als Übergangslösung für die Kindergartenkinder. 

 

Vereinbarung über Betrieb und Förderung

Im Vertrag über den Betrieb und die Förderung des katholischen Kindergarten St. Josef aus dem Jahr 2017 ist geregelt, dass sich die Kirchengemeinde an Investitionskosten grundsätzlich mit 25 Prozent beteiligt und die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Kosten leistet.

 

Der Gemeinderat hat bereits im September 2019 den Grundsatzbeschluss für das jetzige Projekt, eine abweichende Regelung festzulegen, gefasst. Demnach übernimmt die Kirchengemeinde 10 Prozent der festgelegten Investitionskosten. Die restliche Finanzierung einschließlich eventueller öffentlichen Zuschüssen übernimmt die Gemeinde.

 

Hierzu haben die Gemeinde Oberderdingen und die katholische Kirchengemeinde Sickingen eine Vereinbarung in Form eines Nachtrags zum Kindergartenvertrag abgeschlossen. Nach intensiven Gesprächen verpflichtet sich die katholische Kirche für die Nutzung der sanierten und neugebauten Räumlichkeiten über eine Dauer von 25 Jahren.

 

Laut Kostenberechnung des Architekturbüros wird mit 2.758.027,75 Euro gerechnet. Die Übergangslösung in der alten Schlossgartenhalle wird nach einer Kostenberechnung von Architekt Günther Meerwarth einen Aufwand von 95.165,49 Euro verursachen.

 

 

Ausweichquartier Schlossgartenhalle

Vor  Baubeginn des Hauptprojekts wird der ehemalige Restaurantbereich, die Halle sowie die Sanitäreinrichtungen der alten Schlossgartenhalle kindergartengerecht umgebaut. Architekt Günther Meerwarth übernimmt diese Maßnahme. Die Planungen der alten Schlossgartenhalle sehen vor in der früheren Kegelbahn einen ca. 20 Quadratmeter großen Schlafraum für die Krippenkinder einzubauen. Ebenfalls wird ein Raum für die Kindergartenleitung einschließlich eines Besprechungsbereichs in die Umkleide 4 auf der Nordseite der Halle entstehen. Über die frühere Gasstätte wird ein zweiter Rettungsweg eingerichtet, der aus Brandschutzgründen gefordert wird.

 

Die Finanzierung ist für das Haushaltsjahr 2020-2022 eingestellt. Eine Finanzhilfe aus dem Ausgleichsstock mit 699.000 Euro ist bewilligt. Weitere Fördermittel aus dem Investitionsprogramm des Bundes sind beim Regierungspräsidium Karlsruhe beantragt. Ein Baubeginn vor einer Entscheidung über den Antrag ist durch eine Sonderregelung des Bundes sowie des Landes möglich. Die katholische Kirche übernimmt als Träger 10 Prozent der Kosten der Interimslösung, die restlichen 90 Prozent die Gemeinde.

Der Gemeinderat stimmte einem sofortigen Baubeginn zu.

 

Vergabe der Abbruch- und Rohbauarbeiten

Die Abbruch- und Rückbauarbeiten sowie die Rohbauarbeiten für die Baumaßnahme wurden ausgeschrieben, geprüft und an zum Größten Teil lokale Fachfirmen vergeben. Teilweise gingen nur 1-2 Angebote für die jeweils ausgeschriebenen Arbeiten ein. Die Abbrucharbeiten sind an die Firma Max aus Gondelsheim für rund 44.660 Euro vergeben. Die Firma Herma aus Bietigheim hat für rund 6.100 Euro den Auftrag für den Blitzschutz erhalten. Die Sanitär- Heizungs- und Lüftungsarbeiten wurden an die Firma Rostan für rund 130.570 Euro (Sanitär), rund 130.570 Euro (Heizung) und rund 75.380 Euro (Lüftung) vergeben. Den Auftrag für die elektrotechnischen Arbeiten erhielt die Firma Elektro-Weiß aus Oberderdingen für rund 163.000 Euro. Die Investitionen der Gemeinde kommen den Unternehmen und Handwerkern auch aus der Gemeinde zugute und sichern Arbeitsplätze.