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Mitteilung aus den Schulen
Mitteilung aus den Schulen | Mendler, Michael | 05.02.2026
Schülerinnen und Schüler der LFR engagieren sich
Schülerinnen und Schüler engagieren sich bei der Haus- und Straßensammlung zu Gunsten des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 8 der Leopold-Feigenbutz-Realschule Oberderdingen haben an der Haus- und Straßensammlung für den Volksbund Deutscher Kriegsgräber teilgenommen und sind dabei in der Stadt Oberderdingen sowie in Nachbargemeinden von Haus zu Haus, um Spenden zu sammeln. Bei der Sammlung kam ein Erlös in Höhe von insgesamt rund 810 Euro zusammen. Bürgermeister Thomas Nowitzki und die zwei Landtagsabgeordneten Ansgar Mayr (CDU) und Andrea Schwarz (Bündnis 90/Die Grünen), die zugleich stellvertretende Bezirksvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. ist, überreichten im Namen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. den 13 engagierten Schülerinnen und Schülern eine Dankesurkunde. 10 Prozent des gesammelten Geldes gingen an die Klassenkassen.
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Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisiert jährlich die Haus- und Straßensammlung für den Erhalt von Kriegsgräbern und ist in der Jugend- und Bildungsarbeit tätig. Deshalb hatte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. bei verschiedenen Einrichtungen und Institutionen nach freiwilligen Sammlerinnen und Sammlern angefragt. Darauf haben sich die Schülerinnen und Schüler Lina Bergler, Jona Jähnig, David Kerber, Nia Oswald, Maria Tsatalpasidou und Melina Vogl der Klasse 8a, Jana Dylla, Laura Huber, Leonie Huber, Selina Knopp und Lea Rittner der Klasse 8b und Jason Bosch und Vincent Schwerin der Klasse 8c der Leopold-Feigenbutz-Realschule Oberderdingen gemeldet. Bereits im vergangenen Jahr haben 14 Schülerinnen und Schüler der damaligen Klasse 8b für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gesammelt.
Rund zwei Wochen gingen die Jugendlichen ausgestattet mit Sammlerausweisen und Sammeldosen durch die Kommunen und baten an der Haustür um Spenden. Am Anfang habe es etwas Überwindung gekostet und manche Menschen seien zuerst skeptisch gewesen, als sie die Tür geöffnet hatten. Mit der Zeit sei es jedoch für alle Beteiligten einfacher geworden. Berichteten die Schülerinnen und Schüler bei der Spendenübergabe.
„Ich freue mich sehr über das riesige Engagement unserer Schulgemeinschaft beim Spendensammeln“, sagte Gregor Svoboda. Jährlich kommen an der LFR rund 17.000 Euro an Spendenmitteln für gute Zwecke zusammen: Beim Sponsorenlauf (für die Aktion „Lauf gegen den Hunger“ sowie für den Förderverein), bei unserem Weihnachtskonzert (für das DRK Oberderdingen & Flehingen), bei der Sammlung der Kriegsgräberfürsorge sowie durch Sachspenden für die Tafel Oberderdingen. Wir möchten als Schule unserer Gesellschaft sowie Menschen in Not etwas zurückgeben.“
Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement sich junge Menschen für die Arbeit des Volksbundes einsetzen“, betonte MdL Andrea Schwarz bei der Urkunden- und Spendenübergabe. „Der Volksbund Kriegsgräberfürsorge erinnert uns daran, wohin Krieg führt. Krieg entsteht nicht zufällig. Er entsteht dort, wo Politik versagt. Umso wichtiger ist es, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv für Frieden und Erinnerungskultur einsetzen.“
„Das große Engagement der Schülerinnen und Schüler unterstützt die wichtige Arbeit des Volksbundes in besonderer Weise. Dafür spreche ich meinen herzlichen Dank aus“, so Ansgar Mayr.
Seit mehr als drei Jahren erleben wir, wie Menschen Opfer sinnloser Aggression werden, sei es in der Ukraine oder an anderen Krisenorten der Welt. Über drei Jahrzehnte wähnten wir uns in Europa im Frieden. Freiheit und Sicherheit prägten unseren Blick seit Ende des Kalten Krieges. Mittlerweile ist der Krieg wieder dichter an uns herangerückt – und unser Selbstverständnis von Frieden und Sicherheit zutiefst erschüttert.
Umso wichtiger ist die Arbeit von Institutionen wie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Der Verein setzt sich bereits seit mehr als 100 Jahren dafür ein, die Erinnerung an die Schrecken von Krieg, Terror und Gewalt wachzuhalten und dadurch den Frieden in der Welt zu fördern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Volksbundes suchen und bergen im Auftrag der Bundesregierung Kriegstote im Ausland, um ihnen würdige Ruhestätten zu geben. Sie stehen Angehörigen bei der Gräbersuche zur Seite. Und sie bauen Brücken: Mit Jugendcamps zur Gräberpflege schafft der Volksbund Möglichkeiten der Begegnung für junge Menschen, damit sie aus Fehlern der Vergangenheit lernen und für Toleranz, Versöhnung, Frieden und Demokratie eintreten.
Die aktuellen Kriege sind für den Volksbund Ansporn, weiter unter seinem Motto „Gemeinsam für den Frieden“ zu arbeiten. Der Volksbund wird weiter an die vergangenen und heutigen Kriege erinnern, nicht nur an den in der Ukraine, und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern aktiv von vielen geschaffen werden muss.
Auch heute noch sucht der Volksbund nach Kriegstoten und pflegt deren Gräber im Ausland. Damit diese Aufgaben verwirklicht werden können, ist der Volksbund auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Auch wenn der Volksbund seine gemeinnützige Arbeit im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland ausübt, so finanziert er sich doch zum größten Teil über Spenden und Zuwendungen. Die Sammlung in Nordbaden steht unter der Schirmherrschaft von der Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder.
„Danke für euren Einsatz beim Spendensammeln! Toll, dass ihr den Mut dazu hattet“, sagte Bürgermeister Thomas Nowitzki und führt weiter aus: „Durch eure Mitarbeit zeigt ihr der Gesellschaft, dass sich auch junge Leute in solchen Bereichen engagieren.“

