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Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen Abt. Oberderdingen
Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen Abt. Oberderdingen | Wöhrle, Michael | 07.02.2026
EU-weiter Notruftag am 11.2. / Bundesweiter Rauchmeldertag
EU-weiter Notruftag am 11.2. – Jeder sollte die Notrufnummer 112 kennen!
Das Wählen des Notrufs 112 kann Leben retten. Doch etwa jeder Fünfte (19 Prozent) in Deutschland kennt die europaweite Notrufnummer 112 nicht oder ist sich unsicher - eine erhebliche Wissenslücke, wie eine aktuelle repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Doctolib aufdeckt. Um die Nummer bekannter zu machen, findet deshalb jährlich am 11.2. der europaweite Notruftag statt.
Die 112 ist die Nummer für schnelle, zuverlässige und qualifizierte Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Ein Notruf kann Leben retten – und das in ganz Europa unter der einheitlichen Nummer 112!
Es ist wichtig, dass alle – ob jung oder alt – die Nummer kennen, um im Notfall Hilfe holen zu können. Niemand braucht Angst haben, etwas dabei falsch zu machen. Die Feuerwehr gibt Tipps und Hinweise für das Absetzen eines Notrufs.
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So setzt man einen Notruf richtig ab
Wenn eine akute Notfallsituation vorliegt, wie schwere Verletzungen, Brände und Unfälle, dann sollte man den Notruf wählen. Kann man etwas beim Absetzen des Notrufs falsch machen? Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze einprägen, um einen Notruf am Telefon absetzen zu können. Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Die einfache Devise: Dran bleiben! Außerdem erhält man bei Bedarf auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann.
Die wichtigsten Fragen, die am Telefon abgefragt werden, sind:
- Wo ist der Notfallort?
Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in denen es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder eine „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.
- Was ist passiert?
Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge und Einsatzkräfte alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen.
- Warten auf Rückfragen!
Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.
Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr und Rettungsdienst an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch und in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.
Hilfs-Apps bei Sprachbarrieren
Für Menschen, die wegen einer Sprach- oder Hörbehinderung nicht gut oder gar nicht telefonieren und den Sprachnotruf 112 deshalb nicht nutzen können, stehen beispielsweise die Notruf-App nora, der Tess-Relay-Dienst und die Notruf-SMS beziehungsweise das sogenannte Gehörlosenfax zur Verfügung, um einen Notruf abzusetzen, empfiehlt das Innenministerium Baden-Württemberg.
Wie geht der Notruf? – Infos für Kinder
Auch Kinder sollten in einem Notfall wissen, was zu tun ist. Dafür hat der Landesfeuerwehrverband seitens der Landesgeschäftsstelle in enger Abstimmung mit dem Fachausschuss „Brandschutzerziehung und -aufklärung“ sowie der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg verschiedene Arbeitsmittel rund um den Notruf 112 erstellt. Sie eignen sich besonders für die Brandschutzerziehung in Kindergarten und Grundschule. Der Feuerwehr-Löwe Badele und seinen Freund, der kleine Elefant Württele zeigen kindgerecht, wie der Notruf 112 geht. Der Animationsclip ist unter https://www.youtube.com/watch?v=YkvIxq9mmI8 zu finden.
Weitere begleitende Unterlagen zum Clip sind auf der Internetseite des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg unter https://www.fwvbw.de/wie-geht-der-notruf-112-handreichung-und-arbeitsmittel,305.html verfügbar.
Bundesweiter Rauchmeldertag am Freitag, 13. Februar 2026 – Rauchmelder retten leben!
Jährlich sterben rund 300 Menschen in Deutschland bei Bränden. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, denn im Tiefschlaf riecht der Mensch nichts – und schon drei Atemzüge des hochgiftigen Rauchs können tödlich sein. Umso wichtiger, auf die kleinen Lebensretter aufmerksam zu machen! Das geschieht jährlich am bundesweiten Rauchmeldertag, der dieses Jahr am Freitag, den 13. Februar sowie am Freitag, den 13. März stattfindet.
Rauchmelder retten in Deutschland durchschnittlich 4,1 Menschen pro Tag vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod, wie eine Auswertung der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ von Dezember 2019 bis Februar 2020 ergab. Freitag der 13. Kann zu Ihrem Glückstag werden. Der Rauchmeldertag ist ein guter Anlass, um Ihre Rauchmelder zu überprüfen und sich mit dem Thema Rauchmelder zu befassen.
Hierfür genügt ein Drücken auf die Prüftaste – ertönt ein Prüfton, ist der Rauchmelder in Ordnung. Hören Sie keinen Prüfton, tauschen Sie entweder die Batterie aus (nur bei Rauchmeldern mit nicht fest eingebauter Batterie) oder tauschen Sie den Rauchmelder aus bzw. kontaktieren Sie die Hausverwaltung bzw. Ihren Vermieter und lassen Sie den Rauchwarnmelder austauschen.
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„Klein, aber oho“: Die Lebensretter im Haushalt
Solange sie nicht Alarm schlagen, geraten sie im Alltag in Vergessenheit. Dabei rettet ein funktionierender Rauchmelder an der Decke im Ernstfall Leben - und verschafft kostbare Zeit, um sich in Sicherheit bringen zu können. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt den nötigen zeitlichen Vorsprung, sich in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.
Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Brandrauch. Bereits eine Lungenfüllung mit Brandrauch kann irreversible körperliche Schäden verursachen. Ursache für Brände im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen auch technische Defekte Brände aus.
In Baden-Württemberg gilt nach der Landesbauordnung seit Juli 2013 für Neubauten und seit Ende 2014 für alle bestehenden Bauten die Rauchwarnmelderpflicht. Die Rauchmelder müssen in Schlafräumen (auch Gäste- und Kinderzimmer) sowie in Fluren und Gängen, die als Rettungswege zu diesen Schlafräumen dienen, angebracht werden. Diese Vorgaben gelten sowohl für Wohnungen als auch für bestimmte andere Gebäude, in denen Menschen schlafen können, wie das Innenministerium Baden-Württemberg beschreibt. Die Feuerwehr empfiehlt, Rauchwarnmelder zum Beispiel auch im Wohnzimmer zu platzieren.
Ein Brandfall kommt unerwartet – Vorbereitung rettet Leben
Die wenigsten Menschen haben einen Plan, wie sie bei einem überraschenden Brand in der Wohnung richtig reagieren sollen. Vor allem nachts, wenn man durch den Alarm des Rauchmelders aus dem Schlaf gerissen wird, gilt es schnell zu reagieren.
In der Regel hat man nach Auslösen des Rauchmelders nämlich nur 120 Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Hinzu kommt, dass ein Brandfall ein höchst erschreckendes Erlebnis und von den Betroffenen mangels Erfahrung auch nicht einzuschätzen ist. Daher wird von der Feuerwehr dringend empfohlen, sich vorher mit der ganzen Familie darüber Gedanken zu machen.
Was tun, wenn’s brennt? Das richtige Verhalten im Brandfall
Im Animationsclip des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg erklären der Feuerwehr-Löwe Badele und sein Freund der kleine Elefant Württele, wie man sich bei einem Brand richtig verhält und was genau zu tun ist. Diesen Animationsclip findet man auf dem Youtube-Kanal des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg unter https://www.youtube.com/@LFVBW
Weitere begleitende Unterlagen zum Clip sind auf der Internetseite des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg unter https://www.fwvbw.de/materialien-zur-brandschutzerziehung-und-aufklaerung,304.html verfügbar.

