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Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Oberderdingen

Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Oberderdingen | DRK OV Oberderdingen, Bernd Stromenger | 30.05.2026

Großeinsatz bei Bombenentschärfung in Pforzheim: Hunderte Einsatzkräfte im Katastrophenschutz gefordert

Pforzheim. Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in der Pforzheimer Oststadt kam es am 17. Mai 2026 zu einem der größten Katastrophenschutzeinsätze der vergangenen Jahre in der Region. Für die sichere Entschärfung des Blindgängers wurde ein Sicherheitsradius von rund 1,5 Kilometern eingerichtet. Etwa 27.000 Menschen waren von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen, darunter Bewohner mehrerer Pflegeheime, eines Hospizes sowie zahlreiche weitere Einrichtungen.

 

Zur Bewältigung des Großeinsatzes waren rund 1.500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und den Hilfsorganisationen aus ganz Baden-Württemberg im Einsatz. Allein im Bereich Sanitäts- und Betreuungsdienst unterstützten mehrere Einsatzeinheiten sowie zahlreiche Krankentransportwagen die Maßnahmen. Zu den zentralen Aufgaben gehörten die Betreuung der Betroffenen, die Einrichtung von Betreuungsstellen, die Verpflegung sowie die Evakuierung und der Transport pflegebedürftiger Menschen.

 

Auch das Deutsche Rote Kreuz war mit zahlreichen Kräften vor Ort vertreten. Im Rahmen der 5. Einsatzeinheit Ost beteiligte sich dabei auch das DRK Oberderdingen mit einem Krankentransportwagen (KTW) an den Evakuierungsmaßnahmen. Die Einsatzkräfte unterstützten insbesondere bei der Verlegung von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern aus dem Gefahrenbereich und trugen damit dazu bei, dass die Evakuierung sicher und geordnet durchgeführt werden konnte.

 

Anfahrt zum Bereitstellungsraum.

 

Die Betreuung und der Transport von nicht gehfähigen sowie pflegebedürftigen Personen stellten eine besondere Herausforderung dar. In enger Abstimmung mit der Einsatzleitung wurden die Bewohner aus den betroffenen Einrichtungen in sichere Unterkünfte gebracht und nach der erfolgreichen Entschärfung wieder zurückgeführt. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen verlief dabei professionell und reibungslos.

 

KTW-Flotte einsatzbereit zur Evakuierung.

 

Nach mehreren Stunden intensiver Einsatzarbeit konnte die Weltkriegsbombe erfolgreich und ohne Zwischenfälle entschärft werden. Anschließend begann die schrittweise Rückkehr der Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Wohnungen, Pflegeeinrichtungen und Unterkünfte. Einsatzkräfte und Verantwortliche zogen im Anschluss eine positive Bilanz und hoben insbesondere das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hervor, die den Großeinsatz unterstützt hatten.

 

Für die Helferinnen und Helfer des DRK Oberderdingen war der Einsatz ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig die Zusammenarbeit innerhalb des Katastrophenschutzes ist. Gemeinsam mit den Kräften der 5. Einsatzeinheit Ost leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Versorgung der betroffenen Bevölkerung während dieses außergewöhnlichen Einsatzes.