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kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

2017 Riesling Spätlese trocken Biowein vom Weingut Kelterhof

2017 Riesling Spätlese trocken Biowein vom Weingut Kelterhof

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,



ein knackiger Bio-Riesling Spätlese für die lauen Sommernächte! Der "kleine Weintipp" freut sich, das derzeitige "Flaggschiff" des ökologischen Weinguts Kelterhof in Oberderdingen-Großvillars präsentieren zu dürfen. Er kommt sommerlich und Kelterhof-typisch in der mittelgrünen Flasche mit dem geschwungenen Etikett, auf dem selbstverständlich - wie immer - dezent rechts oben in der Ecke das DE-ÖKO-022-Logo für ökologisch-nachhaltigen Weinbau prangt. Mit einem kurzen Dreh ist der schwarze Longcap-Schraubverschluss geöffnet, und einmal eingeschenkt, zeigt sich ein relativ kräftig strohgelber Wein im Glas. Armin Schäufele gibt in seinem Web-Shop folgende Auskunft zu dem Riesling Spätlese: "Hochwertiger Prädikatswein. Durch das sonnige Wetter im Herbst 2017 konnten die Trauben lange reifen und spät mit Hand gelesen werden. Der Transport der Trauben vom Weinberg in die Kelter erfolgte in kleinen Handkisten. Dadurch präsentiert sich der Wein mit voller Frucht, Fülle und Mineralität." Oho! Dank des Transports in kleinen Handkisten wurden die Beeren also nicht beschädigt und oxidierten somit nicht, worunter der Geschmack leiden würde. So finden sich im Bukett Orangenschale, reife Grapefruit und ein wenig Blumenwiese. Sein Geschmack beinhaltet Aromen von reifem Pfirsich oder reifer Aprikose sowie Feuerstein (das ist genau die Mineralität). Der Abgang ist sehr knackig, man erkennt Petrolnoten (also auch wieder die besagte Mineralität) und Orangenblüten. Im Finale sind karamellige Anklänge auszumachen.

Der 2017er-Jahrgang brachte sehr schöne Rieslinge hervor, denn er war nicht so trocken und heiss wie 2018. Gerade letzteres mag die Riesling-Rebe nicht so sehr, da dann ein zu starker biologischer Säureabbau in der Traube stattfindet. So wartet die Kelterhof'sche Spätlese mit schönen 12,5% vol. Alkohol auf (das sorgt genau für die oben beschriebene Fülle), sein Restzucker liegt bei 5,4 Gramm pro Liter, womit er leicht oberhalb der Mitte des Bereichs "trocken" ausgebaut ist (das gibt ihm die Fruchtigkeit), und er wartet mit sehr knackigen 7,9 Gramm pro Liter Säure auf, ist also ein waschechter Riesling (im gedruckten Programm steht 4,9 statt 7,9: da hatte sich das Druckfehlerteufelchen eingeschlichen). Natürlich ist er ein idealer Begleiter zu gegrillten Jakobsmuscheln oder auch zu Paprika-Kartoffelchips. Das Weingut Kelterhof ruft 9,20 Euro auf (Stand: Juni 2020), wohlgemerkt: Für eine ökologisch-nachhaltige Spätlese, die - wie oben angeführt - in aufwendiger Handarbeit geschaffen wurde. Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats beim ökologischen Weingut Kelterhof  in Großvillars und auch bei der Vinothek in Oberderdingen in der Schafscheuer.


Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Großvillarser Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


Herzlichst, Ihr

Martin

Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. August 2020

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Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2012
  • Weintipp Dezember 2012: 2007 Trollinger-Sekt vom Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp November 2012: 2011 Portugieser trocken "Alte Reben" von der WG Oberderdingen
  • Weintipp Oktober 2012: 2011 Chardonnay Kabinett vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp September 2012: 2011 Muskat-Trollinger "Edition Derdinger Horn" von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp August 2012: 2011 Riesling ** vom Weingut Kern
  • Weintipp Juli 2012: 2011 Trollinger Blanc de Noir Secco vom Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp Juni 2012: 2011 Grauburgunder QbA vom Weingut Lutz
  • Weintipp Mai 2012: 2011 Riesling "Edition Derdinger Horn" von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp April 2012: 2011 Quintus-Cuvée von Weinkultur westlicher Stromberg
  • Weintipp März 2012: 2011 Weissburgunder Kabinett vom Weingut Kelterhof
    2011 Weissburgunder Kabinett vom Weingut Kelterhof

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,

    Schon wieder ein Weissburgunder? So oder ähnlich werden Sie wahrscheinlich fragen, da der "kleine Weintipp" Ihnen doch erst im Januar einen Wein dieser Rebsorte präsentiert hat. Aber: Während letzterer - im Barrique ausgebaut - noch ein richtiger Winter-Wein war, hält mit dem Kelterhof'schen Weissburgunder nun das Frühjahr und die nahende Spargel-Saison Einzug. Und obendrein eröffnet dieser Wein auch den Reigen des 2011er Jahrgangs, der sowohl quantitativ, als auch qualitativ insgesamt etwas besser als der vorangegangene ausgefallen ist.

    Der Weissburgunder vom Großvillarser Weingut Kelterhof kommt zunächst eher unscheinbar daher. Er wurde auf die grüne Flasche mit dem bekannten Kelterhof-Etikett gezogen und hat einen schwarzen Longcap-Schraubverschluss.

    Soweit, so gut. Aber gerade das Etikett, genauer, die beiden Etikette, sind gewissermaßen bei diesem Wein der "Witz": Er nennt sich in aller Bescheidenheit "Kabinett". Dreht man die Flasche jedoch um, so fällt auf dem Rücketikett auf, dass dort 13,0% vol. Alkohol angegeben ist. Ein Kabinettswein mit 13% vol. Alkohol? Da drängt sich sofort ein Verdacht auf, und dieser bestätigt sich dann auch. Der Kelterhof'sche Weissburgunder Kabinett ist in Wirklichkeit eine Spätlese! "Ja, Tiefstapler könnte man ihn nennen", meinte Armin Schäufele zu mir, als ich ihn jüngst auf seinen Weissburgunder ansprach. "Ein Kabinettswein passte einfach besser in unser Portfolio als eine Spätlese". Und so darf man sich also auf eine quasi verkappte Spätlese freuen, die sich nicht nur Kabinett nennt, sondern auch zum Kabinettspreis zu haben ist.

    Einmal im Glas, erkennt man ein sehr helles Gelb. Im Bukett ist noch ein ganz klein wenig Hefegeläger vorhanden, von dem allerdings auszugehen ist, dass es in den kommenden Wochen vollends verschwinden wird. "Fruchtig, frisch" kommentieren die Schäufeles diesen Weissburgunder in ihrem Angebotsprospekt. Und in der Tat: Öffnet man die Flasche, so zeigen sich feine Luftbläschen - das ist die besagte Frische! Im Bukett ist Grapefruit erkennbar - das ist die fruchtige Note, sein Geschmack lässt neben der Grapefruit auch Noten grüner Bohne erkennen, im Abgang ist ein schönes Säurespiel. Man merkt, dass dieser Weissburgunder trocken, aber eben nicht staubtrocken ausgebaut wurde. So hat er 5,6 g/Liter Restzucker behalten, und, wie oben bereits angeklungen, ist er mit 13,0% vol. Alkohol recht kräftig, was zurückgerechnet alles in allem etwa 93 Grad Oechsle Mostgewicht ergibt, und damit die besagte Spätlese. Wenn es demnächst die ersten Spargel gibt, empfehle ich Ihnen diesen schönen Weissburgunder als hervorragenden Begleiter zu weissem Spargel an einer pikanten hellen Sauce. Mit 5,90 Euro (Stand: Februar 2012) ist der Weissburgunder Kabinett - wie oben bereits angeklungen - für eine Spätlese auf jeden Fall fair bepreist.

    Übrigens, das Weingut Kelterhof hat unlängst seinen Internet-Auftritt vollständig neu gestaltet. Unter anderem ist nun ein Web-Shop hinzugekommen, in dem man die Kelterhof-Weine direkt bestellen und sich nach Hause liefern lassen kann. Einmal hineinschauen (www.kelterhof.de) lohnt sich allemal.

    Und wenn Sie nicht nur den hier präsentierten Weissburgunder, sondern auch andere Weine des Weinguts Kelterhof probieren und dazu auch mehr über diesen Großvillarser Weinerzeuger erfahren möchten (der im Sommer diesen Jahres die Umstellung auf ökologischen Weinbau erfolgreich abgeschlossen haben wird), so sei Ihnen sein Tag der offenen Tür empfohlen, der am Sonntag, den 1. April (also Palmsonntag) ab 11:00 Uhr stattfinden wird. Wir werden - wie immer - auf jeden Fall auch zugegen sein!


    Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Kelterhof (www.kelterhof.de) oder in der Vinothek in Oberderdingen.

     

    Herzlichst, ihr

    Martin 

    Der nächste kleine Weintipp erscheint am 15. April 2012.

  • Weintipp Februar 2012: 2009 Saint Laurent vom Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp Januar 2012: 2008 Weißburgunder Barrique vom Weingut Lutz