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kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

2019 Müller-Thurgau trocken vom Weingut Hockenberg

2019 Müller-Thurgau trocken vom Weingut Hockenberg

 

 

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,

 


ein wunderschöner frischer Müller-Thurgau zum Auftakt der Spargelsaison! So beginnt das Flehinger Weingut Hockenberg den Reigen der 2019er-Weine, und dies gleich mit einer Überraschung, denn ihr Müller-Thurgau trocken 2019 ist ein durchaus hochwertiger Vertreter: Mehr dazu weiter unten.


Er kommt in der glasklaren Bordeaux-Flasche mit blauem (!) Longcap-Schraubverschluss und dem gediegenen cremefarbenen Hockenberg-Etikett mit umlaufendem Silberband oben und unten. Erstes Aha-Erlebnis: Der Hockenberg'sche Müller-Thurgau - übrigens auch unter dem Synonym "Rivaner" bekannt - kommt aus Baden, denn der Weinberg liegt auf Gochsheimer Gemarkung. Die glasklare Flasche zeigt, dass ihr Inhalt von sehr zartem Gelb ist mit vielleicht einem ganz kleinen Strich ins Grüne. Beim Einschenken entstehen kleine Bläschen: Man merkt, dass man es mit einem richtig schönen frischen Wein zu tun hat - genau das, wonach einem nun im Frühjahr steht! Im süßlich-fruchtigen Bukett erkennt man gelben Apfel und auch ein klein wenig Muskatnuss. Sein Geschmack betört mit Aromen von reifer Zitrone und grüner Birne. Der Abgang beschert dem Genießer erneut die Muskatnuss, im Finale sind dann nochmals Noten von Zitrone.

"Er hatte 94 Grad Oechsle", meinte Jens Maurer stolz zu mir, als wir uns über seinen hübschen Müller-Thurgau unterhielten. Also eine satte Spätlese! Dies ist gleich doppelt beachtlich, denn einerseits ist die Rebsorte Müller-Thurgau eher ein Garant für große Mengen, andererseits nicht unbedingt als typisch für hohe Mostgewichte bekannt. Daran erkennt man die hervorragende Arbeit, die die "Hockenbergs" (also Christine Link und Jens Maurer) im Weinberg geleistet haben. So kommt das Ergebnis auf 12,1% vol. Alkohol (auf dem Etikett leicht zu 12,0% abgerundet) und 5,3 Gramm pro Liter Restzucker, ist also in der Mitte des Bereichs "trocken" ausgebaut. Dies verleiht ihm die schönen fruchtigen Aromen. Mit 6,3 Gramm pro Liter Säure ist er weisswein-typisch knackig. So passt er natürlich ideal zu violettem Spargel an einer Zitronen-Butter-Soße oder auch zu weissem Spargel in Pfannkuchen mit einer Béchamel-Soße. Das Weingut ruft 6,50 Euro (Stand: März 2020) für seinen gelungenen Müller-Thurgau auf: Für eine satte heimische Spätlese ein fairer Preis!

Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Hockenberg in der Attenbergstraße in Flehingen oberhalb der Straßenbahn-Haltestelle "Oberderdingen-Flehingen" sowie im Web-Shop des Weinguts.

Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger, Grossvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


Herzlichst, ihr

Martin
 

Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. Mai 2020.

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Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2018
  • Weintipp Dezember 2018 : 2016 Cabernet mit Merlot trocken Barrique vom Weingut Hockenberg
  • Weintipp November 2018: 2015 Spätburgunder Auslese Barrique trocken vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp Oktober 2018: 2017 Bio-Rosé vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp September 2018: 2016 Secco rosé vom Weingut Jan Müller
  • Weintipp August 2018: 2017 Saigner trocken vom Weingut Hockenberg
  • Weintipp Juli 2018: 2017 Secco "Casanova" von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp Juni 2018: 2017 Weissburgunder trocken von Amthof|12
  • Weintipp April 2018: 2016 Bio-Secco vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp März 2018: 2015 Pinot Meunier Edition trocken vom Weingut Lutz
  • Weintipp Februar 2018: 2017 Rivaner Traubensecco vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer
    2017 Rivaner Traubensecco vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer

     

     

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


    ein promillefreier Bio-Secco für die närrischen Tage und zur Einstimmung in das nahende Frühjahr! Und zudem - nach über acht Jahren in der nun 111. Ausgabe - ein Novum: Zum ersten Mal, dass sich der "kleine Weintipp" die Ehre geben darf, ein alkoholfreies Winzerprodukt zu präsentieren, also ein Getränk für Groß und Klein! Und zugleich wird hiermit der Reigen des neuen Jahrgangs 2017 eröffnet: Das ökologische Weingut Vinçon-Zerrer hat im vergangenen Jahr einen sehr schönen Bio-Traubensecco aus Rivaner (also Müller-Thurgau) gekeltert. Übrigens der erste seiner Art des Weinguts. Er kommt in der glasklaren Flasche, die das voluminöse Gelb ihres prickelnden Inhalts sehr schön zur Geltung kommen lässt. Als Kontrast dazu ziert die Flasche ein schwarzes Cover und ein dunkelgrün-schwarzes trapezförmiges Etikett mit weisser Aufschrift. Auf dem Rückenetikett trägt er selbstverständlich das DE-ÖKO-022-Logo der deutschen Landwirtschaft zum Zeichen des ökologisch-nachhaltigen Anbaus. Beim Öffnen des Kronenkorkens ertönt ein sattes Ploppen, und schöne Bläschen steigen auf: Hier hat man es mit einem echten Gute-Laune-Getränk zu tun! Unsereiner schenkt ihn gerne recht vorsichtig ein, die Kohlensäure soll schließlich erhalten bleiben. Im Bukett erkennt man sofort fruchtige Aromen von grünem Apfel und frischen Trauben. Im Geschmack ist ebenfalls der grüne Apfel sehr schön zu erkennen, sein Abgang hat leichte Muskatnoten, im Finale findet sich reife Birne.

    "Wir haben ihn zum ersten Mal im Programm", meinte Neu-Chef und zugleich frischgebackener Vater Benjamin Zerrer (der "kleine Weintipp" gratuliert an dieser Stelle zu beidem von ganzem Herzen!) zu mir, als wir uns unterhielten. "Er wird sehr gut angefragt." Das hört man gerne! Der Zuckergehalt (von "Restzucker" kann man in diesem Fall ja schwerlich reden) liegt bei gigantischen 171,7 Gramm pro Liter, der Alkoholgehalt - wie gesagt - bei 0,0% vol. Damit liegt er im Kabinettsbereich. Mit 9,8 Gramm pro Liter hat er auf den ersten Blick relativ viel Säure. Diese wird benötigt, denn damit ergibt sich ein schönes Gegengewicht zum Zucker. Die Frage ist: Wie ging das Ganze eigentlich? Benjamin Zerrer klärte mich auf: Nach der Lese wurde die Gärung durch Kühlung und Filtration unterbunden. Es wurde Vitamin C (Ascorbinsäure, siehe Rückenetikett) zugegeben, die verhindert, dass sich der Secco im Lauf der Zeit braun verfärbt (Oxidationsschutz). Weiterhin wurde zur geschmacklichen Abrundung etwas Zitronensäure zugegeben, eben - wie oben bemerkt - als Gegengewicht zum Zucker. Nach dem Aufperlen wurde er in der Flasche pasteurisiert. Damit ist er haltbar, hat aber als alkoholfreies Getränk ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Rückenetikett. Aha! Der Zerrer'sche Bio-Traubensecco eignet sich natürlich ideal zum nachmittaglichen Kuchen oder abends auch gerne zu Eis oder Süßgebäck. Preislich liegt er bei 7,50 Euro (Stand: Januar 2018): Auch hierbei kommt gute Laune auf!


    Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats in der Vinothek oder beim Weingut Vinçon-Zerrer in Großvillars.


    Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Grossvillarser Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


    Herzlichst, ihr
    Martin
     

    Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. März 2018.

  • Weintipp Januar 2018: 2016 Samtrot vom Weingut Jan Müller