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kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

2021 Riesling feinherb Biowein vom Weingut Jan Müller

2021 Riesling feinherb Biowein vom Weingut Jan Müller

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


zum Abschluss des kalendarischen Sommers ein knackiger Bio-Riesling des Großvillarser Weinguts Müller!

 

Von diesem gibt es übrigens Neues zu berichten: Jan Müller ist nun quasi Winzer im Vollerwerb und hat seine Position beim Weingut Wachtstetter aufgegeben. Damit kann er sich voll und ganz auf seine eigenen Weine konzentrieren. Sein 2021er Bio-Riesling feinherb kommt in der sehr gediegen wirkenden länglichen 0,75er-Flasche mit rundumlaufendem Etikett. Auf dessen Vorderseite ist der obligate Waldenserbesen-Stuhl zu sehen, auf der Rückseite findet sich natürlich das DE-ÖKO-022-Logo für ökologisch-nachhaltigen Weinbau.

 

Mit einem kurzen Dreh ist der schwarze Longcap-Schraubverschluss geöffnet, und im Glas zeigt sich ein sehr helles Strohgelb. Im Bukett sind Noten von Kräutern, ferner auch etwas Karamell. Tipp: Das Bukett ändert sich sehr deutlich, wenn man den Müller'schen Riesling im Glas schwenkt. Der Geschmack erinnert an frühreife Mango, etwas Grapefruit und auch leicht mineralische Noten - eben ein richtiger Riesling! Besagte Mineralik findet sich auch im sehr knackigen Abgang, ferner auch wieder Anklänge von Kräutern. Das Finale ist langanhaltend und birgt Aromen von frühreifer Mirabelle.

"Ich habe ihn spontan vergoren" liess mich Jan Müller wissen. Also wurden dem Grundwein keine (Zucht-) Hefen zur Gärung zugesetzt, sondern er hat sich einfach der Hefesporen bedient, die in der Luft des Gärkellers vorhanden sind. Dies macht den Biowein noch natürlicher. Ausgebaut wurde dieser schöne Riesling feinherb - also halbtrocken - allerdings mit 9,7 Gramm pro Liter ganz am unteren Ende von "halbtrocken". Er wirkt tatsächlich trockener als er ist, da er mit 6,7 Gramm pro Liter Säure eben durch und durch ein echter Riesling ist. Das Jahr 2021 tat das Seinige dazu, denn dieser Jahrgang ist für eher rassige Weine bekannt. Mit 12% vol. Alkohol ist er mehr schon spätsommerlich, wo man gerne bereits wieder etwas kräftigere Weine genießt. In Gänze kommt sein Grundwein auf etwa 85 Grad Oechsle, ist also im gehobenen Kabinettsbereich. Jetzt im "Altweibersommer" passt er natürlich wunderbar zu einem deftigen Zwiebelkuchen oder zu einer gut gesalzenen und mit Butter bestrichenen warmen Dinnede. Das Weingut Müller ruft 8,00 Euro (Stand: August 2022) für diesen hübschen Riesling Biowein auf.

Und es gibt noch eine weitere Neuigkeit des Weinguts: Jan Müller ist Vater des kleinen Finn geworden - der "kleine Weintipp" gratuliert von ganzem Herzen!

Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats beim Weingut Jan Müller, im Waldenserbesen Vinçon  in Großvillars.

Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Großvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.



Herzlichst, Ihr  

Martin


Der nächste kleine Weintipp erscheint am 1. Oktober 2022.


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Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2018
  • Weintipp Dezember 2018 : 2016 Cabernet mit Merlot trocken Barrique vom Weingut Hockenberg
  • Weintipp November 2018: 2015 Spätburgunder Auslese Barrique trocken vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp Oktober 2018: 2017 Bio-Rosé vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp September 2018: 2016 Secco rosé vom Weingut Jan Müller
  • Weintipp August 2018: 2017 Saigner trocken vom Weingut Hockenberg
    2017 Saigner trocken vom Weingut Hockenberg

     

     

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


    ein besonderer Roséwein für die lauen Sommernächte!

     

    Das Flehinger Weingut Hockenberg hat mit seinem 2017er "Saigner" einen sehr hübschen Sommerwein kreiert, den man wahrlich nicht jeden Tag im Glas hat. Er kommt in der glasklaren Schlegelflasche, die die intensive Lachsfarbe seines Inhalts optimal zur Geltung kommen lässt. Auf dem bekannten cremefarbenen Hockenberg-Etikett steht in großen hellblauen Lettern "Saigner" und daneben auch gleich die Charakterisierung durch Christine Link und Jens Maurer: "trocken - leicht - trendy". Öffnet man den silberfarbenen Longcap-Schraubverschluss, so ertönt ein ganz leichtes Zischen und einige kleine Bläschen steigen auf. Beim Einschenken erkennt man schon einen fruchtigen Duft. Und so zeigt er im Glas ein Bukett von Fruchtkaugummi, Rhabarber und hellen Sauerkirschen. Im Geschmack sind ebenfalls die hellen Sauerkirschen erkennbar und auch Walderdbeeren (Tipp: großen Schluck nehmen und Wein länger im Mund lassen). Sein Abgang hat Noten von weißem Pfeffer, der im Finale noch etwas zulegt. Dies lässt darauf schließen, dass in dieser sommerlichen Cuvée auch etwas Merlot enthalten ist.

    "Saignée ist der Aderlass", klärte mich Christine Link auf. Dementsprechend bedeutet "Saigner" soviel wie "zur Ader lassen". Tatsächlich wird bei dieser schon sehr alten Kellereimethode der Wein auf der Maische vergoren, nach kurzer Zeit aber ein Teil des Weins in einen separaten Tank umgefüllt, bevor er die ganzen Tannine aus der Maische herausgelöst hat (das ist eben der besagte Aderlass des Weins). Ergebnis ist ein schöner Roséwein. "Es ist eine Cuvée aus Cabernet Cubin, Cabernet Sauvignon, Merlot und Lemberger",fuhr Frau Link fort. Oho! Also alles Rebsorten, die für intensive Rotweine stehen. Und den Merlot hat man ja schon vermutet. Der Hockenberg'sche Saigner hat 12,5% vol. Alkohol und ist mit gut 7 Gramm pro Liter Restzucker - wie gesagt - trocken, aber am oberen Ende des Bereichs "trocken" ausgebaut. Insgesamt kommt der Grundwein auf um die 90 Grad Oechsle, ist also auf Spätlese-Niveau. Auf der Rückseite der Flasche gibt das Weingut an, wofür ihr Erzeugnis gedacht ist: Da ist ein Grill-Symbol (also zu Gegrilltem), ein Symbol mit tanzenden Menschen (also in ausgelassener Stimmung) und eine Hollywood-Schaukel (also zum Chillen). Bezugnehmend auf Ersteres empfiehlt der "kleine Weintipp" diesen interessanten Roséwein zu zart gegrillten Garnelen oder durchaus auch zu einem schönen Obstsalat. Wer es gerne deftig mag, dem sei er zu Roastbeef empfohlen. Das Weingut Hockenberg ruft 6,50 Euro (Stand: Juli 2018) auf: Für einen derart hochwertigen Roséwein allemal ein fairer Preis!

    Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Hockenberg in der Attenbergstraße in Flehingen oberhalb der Straßenbahn-Haltestelle "Oberderdingen-Flehingen". Verkosten kann man den 2017er "Saigner" beim Wilfenbergfest des Weinguts am 25. und 26. August 2018 auf dem Wilfenberg bei Großvillars. Der "kleine Weintipp" wird selbstverständlich mit von der Partie sein!


    Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger, Grossvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


    Herzlichst, ihr

    Martin
     

    Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. September 2018.

  • Weintipp Juli 2018: 2017 Secco "Casanova" von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp Juni 2018: 2017 Weissburgunder trocken von Amthof|12
  • Weintipp April 2018: 2016 Bio-Secco vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp März 2018: 2015 Pinot Meunier Edition trocken vom Weingut Lutz
  • Weintipp Februar 2018: 2017 Rivaner Traubensecco vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp Januar 2018: 2016 Samtrot vom Weingut Jan Müller