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kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

Donauriesling trocken Biowein vom Weingut Jan Müller

Donauriesling trocken Biowein vom Weingut Jan Müller

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,

zum Abschluss der Spargelsaison muss natürlich noch ein Riesling her! Aber kein gewöhnlicher Riesling: Ein Donauriesling!

 

"Donauriesling?" werden Sie nun wahrscheinlich fragen. Ja: Donauriesling: Die pilzwiderstandsfähige (kurz: "PIWI") Variante des Rieslings.

 

Der Donauriesling ist tatsächlich eine Kreuzung aus dem klassischen Riesling als einem Elternteil, der zweite Elternteil ist eine Kreuzung aus Seyve Villard mit Grauburgunder und weißem Gutedel. Dies verleiht ihm relativ kleine Beeren mit einer dicken Beerenhaut: Somit ist er gut gegen Pilzbefall gerüstet! Dadurch fällt die ökologische Bewirtschaftung leichter, weil u.a. nicht so oft gespritzt werden muss. Wie sein Name schon vermutem läßt, ist er eine österreichische Züchtung.

 

Das Großvillarser Weingut Jan Müller hat ihn im neuen 2025er-Jahrgang erstmals sortenrein ausgebaut. Er kommt in der eleganten grün-braunen schlanken 0,75er-Flasche mit dem bekannten umlaufenden Müller-Etikett: Dem symbolischen freien Stuhl im Waldenserbesen. Zusätzlich ist eine Art "Stempel" rechts unten angebracht, auf dem in dicken Lettern "PIWI" steht: Gut erkennbar! Auf der Rückseite prangt - wie ebenfalls vom Weingut gewöhnt - dezent das DE-ÖKO-022-Logo für ökologisch-nachhaltigen Weinbau. Mit einem kurzen Dreh ist sein schwarzer Longcap-Schraubverschluss geöffnet.

 

Im Glas zeigt der Müller'sche Donauriesling ein strahlendes Goldgelb. Sein Bukett birgt Anklänge von frühreifer Aprikose und auch etwas vegetabile Aromen wie grüne Brennnessel. Im Geschmack findet sich grüne Birne und auch ein ganz klein wenig Minze (Tipp: Wein etwas länger im Mund belassen). Der Abgang ist knackig, auch hier ist wiederum die grüne Brennnessel erkennbar. Im Finale ist der Riesling dominant: Es ist mineralisch, man findet Feuerstein.

"Ich finde, der Donauriesling hat einen feinen Duft", meinte Jan Müller zu mir, als wir uns über seine jüngste Kreation unterhielten. "Er wird sehr gut von der Kundschaft angenommen." Das hört man doch gerne!

 

Für dieses gelungene Erstwerk sprechen auch die Zahlen: Mit 13% vol. Alkohol ist er durchaus kräftig, seine 6,0 Gramm pro Liter Restzucker siedeln ihn in der Mitte des Bereichs "trocken" an. Seine 6,6 Gramm pro Liter Säure lassen dann wieder den Riesling - eben dessen Knackigkeit - durchscheinen. In Gänze lag der Grundwein bei über 90 Grad Oechsle: Also eine satte Spätlese!

 

In der nun zu Ende gehenden Spargelzeit ist er natürlich ein hervorragender Begleiter zu grünem Spargel an einer Zitronen-Butter-Cremesoße. An den nun wieder sehr langen Abenden kann er gerne zusammen mit einem Sauerteigbrot genossen werden. Mit 9,00 Euro (Stand: Mai 2026) ist dieser heimische Bio-Donauriesling Spätlese auf jeden Fall akzeptabel bepreist.

Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats beim Weingut Jan Müller  im Waldenserbesen Vinçon-Müller  in Großvillars.

Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Großvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.



Herzlichst, Ihr  

Martin


Der nächste kleine Weintipp erscheint am 1. Juli 2026.

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Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2017
  • Weintipp Dezember 2017: 2015 Trollinger Sekt trocken von Amthof|12
  • Weintipp November 2017: 2015 Merlot Barrique trocken von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp Oktober 2017: 2015 Spätburgunder ** trocken vom Weingut Kern
  • Weintipp September 2017 : Weintipp September 2017
  • Weintipp August 2017: 2016 Grauburgunder "Alte Reben" trocken vom Weingut Hockenberg
    2016 Grauburgunder "Alte Reben" trocken vom Weingut Hockenberg

     

     

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


    kräftig und fruchtig! Damit ist der 2016er Grauburgunder "Alte Reben" vom jungen Weingut Hockenberg treffend charakterisiert. Und - das kommt selten beim "kleinen Weintipp" vor - er stammt aus Baden, denn Christine Link und Jens Maurer haben sowohl Lagen auf Oberderdinger Gemarkung (Württemberg), als auch in Gochsheimer Gewannen, und letztere liegen in Baden. Dort bauen sie unter anderem ihre Burgundersorten an, neben dem Weissburgunder auch Grauburgunder in über 30 Jahre alten Rebanlagen. So kommt der 2016er Grauburgunder in der dunkelgrünen bauchigen Flasche mit rotbraunem Longcap-Schraubverschluss und dem bekannten beigefarbenen Etikett mit silbernen Lettern mit dem Aufdruck "Baden". Mit einem kurzen Dreh ist er geöffnet und zeigt nach dem Einschenken ein intensives Goldgelb in der Farbe. In seinem fruchtig-süßen Bukett sind gelbe Früchte wie reife Apfel-Quitte, im sehr süffigen (!) Geschmack findet man Noten von Birne, später Quitte und auch einen Anklang von Mandel (Tipp: großen Schluck nehmen). Sein Abgang ist für einen Grauburgunder erstaunlich knackig, er hat Aromen von Stachelbeere, im langanhaltenden süßlichen Finale erkennt man etwas Honig.

    "Diesen Wein hat die Natur gemacht", meinte Christine Link zu mir, als ich mich mit ihr über ihren sehr gelungenen Grauburgunder unterhielt. "Wir wollten ihn trocken ausbauen, doch irgendwann hat die Hefe aufgehört zu gären. So ist unser Grauburgunder halbtrocken und zugleich kräftig geworden." Und die Natur hat das sehr gut gemacht! Mit 13% vol. Alkohol ist er in der Tat kräftig, und mit über 10 Gramm pro Liter Restzucker hat er eine wunderbar fruchtige Note - könnte besser gar nicht sein! Sein Grundwein hatte gut 95 Grad Oechsle, also eine satte Spätlese bereits in der Nähe zur Auslese! Er passt wunderbar zu Pulled Turkey, empfiehlt sich aber auch als Begleiter von gegrilltem Schafskäse. In lauen Sommernächten passt er wunderbar zu Käsewürfeln von Maigouda, mildem Gruyère oder auch Tilsiter. Preislich liegt er bei 8,50 Euro (Stand: Juli 2017), für eine gehobene Spätlese auf jeden Fall fair.

    Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Hockenberg in der Attenbergstraße in Flehingen oberhalb der Straßenbahn-Haltestelle "Oberderdingen-Flehingen" (sehr schöne neue Räumlichkeit dort!) oder in der Vinothek in Oberderdingen.

     

    Verkosten kann man den 2016er Grauburgunder "Alte Reben" sowohl bei der WeinNacht auf dem Kelterplatz in Oberderdingen am 5. August 2017, als auch beim Wilfenbergfest des Weinguts am 26./27. August 2017 bei Großvillars. Der "kleine Weintipp" wird natürlich auch zugegen sein!


    Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger, Grossvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


    Herzlichst, ihr
    Martin
     

    Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. September 2017.

  • Weintipp Juli 2017: 2015 Bio-Rosé halbtrocken vom ökologischen Weingut Kelterhof
  • Weintipp Juni 2017: 2016 Muskattrollinger Rosé lieblich von Amthof|12
  • Weintipp Mai 2017: 2015 Rivaner mit Sauvignon Blanc trocken vom Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp April 2017: 2015 Cuvée Lemberger/Merlot vom Weingut Kern
  • Weintipp März 2017: 2015 Riesling GOLD trocken von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp Januar 2017: 2015 Spätburgunder vom Weingut Jan Müller