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kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

Grauburgunder trocken vom Weingut Hockenberg

Grauburgunder trocken vom Weingut Hockenberg

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


ein schöner Grauburgunder zum Einstieg in den Frühling und die damit beginnende Spargelzeit!

 

Mit seinem 2022er Grauburgunder trocken hat das Flehinger Weingut Hockenberg einen wunderbar milden Weißwein in seinem Programm, der nicht nur geschmacklich, sondern auch farblich zu überzeugen weiss. Auch der Weinkritiker Meininger - bekannt als Herausgeber der Fachzeitschrift "Vinum" - ist dieser Ansicht und bewertete die Hockenberg'sche Kreation mit sehr respektablen 89 Punkten. Der "kleine Weintipp" gratuliert ganz herzlich zu diesem schönen Ergebnis!

 

Hockenberg's Grauburgunder kommt in der dunklen Flasche mit dem bekannten creme-silbernen Etikett und kupferfarbenem Longcap-Schraubverschluss. Und "Kupfer" ist auch genau das Stichwort: Im Glas zeigt er ein Dunkelgelb mit kupferfarbenen Reflexen, in Gänze also in Richtung Rotgold gehend. Das Weingut selbst charakterisiert ihn wie folgt: "In der Nase treffen Melone und Birne auf eine feine nussige Note. Eine dezente Würze verleiht dem Bukett zusätzlich Spannung..."

 

Und in der Tat: Im Bukett erkennt man Noten von reifer Birne und auch etwas Mandel. Sein - wie gesagt milder - Geschmack beinhaltet ebenfalls reife Birne und auch reife Quitte, ferner auch etwas Grapefruit (Tipp: Wein etwas länger im Mund belassen). Der Abgang enthält Aromen von reifer Ananas und im Finale findet man würzigen Honig - also genau die besagte dezente Würze.

"Der Weinberg war damals schon über 40 Jahre alt" ließ Christine Link mich wissen, ihres Zeichens Önologin und zusammen mit Jens Maurer die Betreiberin des Flehinger Weinguts. "Sehr knorzige Reben.", ergänzte sie. Wooow! Da ist es nicht verwunderlich, dass dabei ein so hübscher Wein herauskommt. Seine 12,5% vol. Alkohol machen den Hockenberg'schen Grauburgunder schon etwas kräftiger. Er hat 3,2 Gramm pro Liter Restsüße und ist - wie gesagt - mit 4,1 Gramm pro Liter Säure sehr mild. Dadurch wirkt er im Geschmack tatsächlich etwas süßer als er tatsächlich ist! Mit seiner tollen Farbe ist er - eingangs bereits erwähnt - natürlich ein wunderbarer Begleiter zu violettem Spargel. Abends genießt man ihn zu feinem Lachs mit etwas Weißbrot. Preislich liegt er bei 7,20 Euro, bei Direktabholung ab Weingut sogar nur 7,00 Euro (Stand: Februar 2026): Für einen heimischen Wein im gehobenen Kabinettsbereich auf jeden Fall fair!

Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Hockenberg in der Attenbergstraße in Flehingen oberhalb der Straßenbahn-Haltestelle "Oberderdingen-Flehingen" sowie im Web-Shop des Weinguts.

Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger, Grossvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


Herzlichst, ihr

Martin
 

Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. April 2026.

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Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2012
  • Weintipp Dezember 2012: 2007 Trollinger-Sekt vom Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp November 2012: 2011 Portugieser trocken "Alte Reben" von der WG Oberderdingen
  • Weintipp Oktober 2012: 2011 Chardonnay Kabinett vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp September 2012: 2011 Muskat-Trollinger "Edition Derdinger Horn" von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp August 2012: 2011 Riesling ** vom Weingut Kern
  • Weintipp Juli 2012: 2011 Trollinger Blanc de Noir Secco vom Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp Juni 2012: 2011 Grauburgunder QbA vom Weingut Lutz
  • Weintipp Mai 2012: 2011 Riesling "Edition Derdinger Horn" von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp April 2012: 2011 Quintus-Cuvée von Weinkultur westlicher Stromberg
  • Weintipp März 2012: 2011 Weissburgunder Kabinett vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp Februar 2012: 2009 Saint Laurent vom Weingut Vinçon-Zerrer
    2009 Saint Laurent vom Weingut Vinçon-Zerrer

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,

     

    Sie haben den 40. (ja, den vierzigsten) "kleinen Weintipp" vor sich! Und passend zum Ausgang des Winters stellt Ihnen dieser einen kräftigen Rotwein mit Fassnote vor: Den 2009er Saint Laurent vom Grossvillarser Weingut Vinçon-Zerrer. Er präsentiert sich nach bekannter Manier in der dunkelgrünen Flasche mit dem netten umlaufenden Etikett und schwarzem Longcap-Schraubverschluss.

    Wie üblich bei Rotweinen dieser Machart sei empfohlen, ihn im Vorab in eine Karaffe zu füllen, damit sich seine Aromen besser entfalten können. Hierbei braucht man nicht eigens auf den Inhalt aufzupassen, es gibt keinerlei Weinstein oder sonstigen Besatz. Beim Einschenken fällt sofort auf, dass der Saint Laurent leicht violettfarbene Blasen wirft und ein sehr intensives Rot hat. Duftnoten von Leder steigen hierbei auf. Weiterhin erkennt man im Bukett dunkle Waldbeeren (Glas hierzu richtig schwenken!) und auch etwas Pfeffer. Einmal mehr sei auch hier angeraten, einen großen Schluck zu nehmen und den Mund richtig gut mit dem Wein zu tapezieren. Man findet dunklen Holunder, sowie den hölzernen Fasseinschlag, der vor allem im Abgang bemerkbar ist. Nun die Gegenprobe in Form des Vergleichs mit den sensorischen Angaben des Weinguts auf der Rückseite des Etiketts: "Dunkles Rubinrot (das ist gerade unser intensives Rot), würziger Duft (eben die Noten von Pfeffer), pikante Fruchtnote (das ist der Holunder), harmonische Tannine durch einjährige Lagerung im Eichenfass (die unverkennbare Fassnote)".

    Also stimmen die Eindrücke der Zerrers mit denen des "kleinen Weintipps" überein! Während viele andere Weingüter ihre Weine enweder im Tank oder im Barrique-Fass ausbauen, verwendet man beim Weingut Vinçon-Zerrer auch noch zusätzlich das große Holzfass. In Kombination mit einer längeren Lagerzeit (wie oben gesagt, das Etikett lässt uns wissen, dass der Saint Laurent ein Jahr im Fass gereift ist) ergibt sich ein ausgewogener, harmonischer Wein. Eine ähnlich lange Lagerung im Barrique-Fass hätte dem Wein eine sehr dominante Holznote gegeben, die vom eigentlichen Geschmack des Saint-Laurent wahrscheinlich nicht mehr besonders viel übrig gelassen hätte. Also ein absolut gelunger Ausbau dieses Weins!

    Er ist übrigens aus dem Jahr 2009, das ja sehr schöne und vollmundige Rotweine hervorgebracht hat. Das Etikett sagt 13% vol. Alkohol, in der Preisliste ist er mit 12,8% vol. Alkohol angegeben. Er ist sehr trocken ausgebaut, mit 2,5g/Liter Zucker ist er praktisch komplett durchvergoren. Der Grundwein kommt damit auf knapp 90 Grad Oechsle, ist also an der Grenze zur Spätlese. Genießen Sie diesen Wein zu einem schönen Zwiebelrostbraten oder auch an einem langen Abend zu Salamiwürfeln. Mit 5,90 Euro (Stand: Februar 2012) ist er allemal fair bepreist.

    Es ist zu erwarten, dass der Vinçon-Zerrer'sche Saint Laurent im Lauf der Zeit noch ein klein wenig dazugewinnen wird, man kann sich also durchaus ein - zwei Flaschen in den Keller legen und irgendwann binnen der nächsten beiden Jahre genießen. Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Vinçon-Zerrer oder in der Vinothek  in Oberderdingen.

     

    Herzlichst, ihr 

    Martin

     

    Der nächste kleine Weintipp erscheint am 15. März 2012.

  • Weintipp Januar 2012: 2008 Weißburgunder Barrique vom Weingut Lutz