Schaltfläche zum Aktivieren von Google Translate

kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

2016 ML Merlot trocken vom Weingut Lutz

2016 ML Merlot trocken vom Weingut Lutz

 

 

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


ein wunderschöner und hochwertiger Wein für Weihnachten! Entweder zum Verschenken oder zum selbst Genießen! In der Produktlinie "ML" hat Manuel Lutz vom gleichnamigen Oberderdinger Weingut seine Spitzenweine eingruppiert. So auch den 2016er ML Merlot trocken, der - wie alle Weine aus der ML-Serie - im dunkelgrünen Etikett mit goldfarbenen Lettern und ebenso goldfarbenen Cover kommt. Darunter befindet sich stilecht ein einteiliger Naturkork, der dem Wein in der Bordeauxflasche entsprechend angemessen ist. Wer es stilecht haben möchte, füllt den Wein eine halbe Stunde vor Genuss in eine Dekanterkaraffe - wirklich erforderlich ist es nicht, da er bis jetzt hat noch kein Depot angesetzt hat. Im Burgunderkelch zeigt er ein schönes Rubinrot mit einem Strich ins Ziegelrote. Im schön intensiven Bukett ist Leder, im Geschmack sind ebenfalls Leder oder auch Tabak. Weiterhin findet man Aromen von grüner Paprika (Tipp: Wein im Mund behalten und Luft holen), zudem fällt auf, dass er wunderschön mild ist. Sein Abgang betört erneut mit Ledernoten sowie Anklängen von trockenem Sherry. Im langanhaltenden Finale sind ist Pfeffer erkennbar sowie fast schon ein wenig Anklänge von Whisky.

"Ich habe ihn 18 Monate im Barrique-Fass ausgebaut" meinte Manuel Lutz zu mir, als wir uns über seinen sehr gelungenen Merlot unterhielten. "Es war Zweitbelegung". Das heisst, das Barrique-Fass wurde zuvor bereits ein Mal (aber auch nur ein Mal) verwendet. Das Ergebnis einer Zweitbelegng ist, dass der Wein einen schönen, weichen und dezenten Holzgeschmack bekommt, da das Fass einen Teil seiner Aromen bereits zuvor bei der Erstbelegung abgegeben hat. Laut Gesetz darf ein Barriquefass drei Mal verwendet werden, damit man "Barrique" auf den Wein schreiben darf. Also ist die Zweitbelegung quasi die "goldene Mitte". Sein Alkoholgehalt liegt bei 14,1% vol. (auf dem Rückenetikett zu 14,0% gerundet). Er hat 1,0 Gramm pro Liter Restzucker, ist also komplett durchvergoren (also typisch französischer Ausbau). Mit nur 4,7 Gramm pro Liter ist er zudem - wie oben bereits gesagt - sehr mild, was nicht nur ältere Weingenießerinnen und -genießer zu schätzen wissen. Der Lutz-ML-Merlot ist bereits sehr gut trinkbar, aber es ist davon auszugehen, dass er sogar noch ein klein wenig hinzugewinnen wird. Man kann sich also durchaus eine oder zwei Flaschen davon in den Keller legen (legen, da Naturkork, kein Schraubverschluss!) und dort noch einmal ein-zwei Jahre belassen. Nun zu Weinachten ist der tolle Merlot ein wunderbarer Begleiter zu Wild oder auch zu Lamm. Abends genießt man ihn auf jeden Fall in besinnlichen Stunden mit viel Muße und durchaus auch mit ein oder zwei Lebkuchen. Preislich liegt er bei 14,80 Euro (Stand: November 2019) - wohlgemerkt: Ein sehr hochwertiger Wein aus dem Barriquefass! Also ein absolut akzeptabler Preis.

 

Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats beim Weingut Lutz in Oberderdingen oder auch in seinem hübschen Web-Shop.

Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Großvillarser Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


Herzlichst, Ihr
Martin

Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. Januar 2020.

Willkommen auf der Seite "kleiner Weintipp"

Diese Seite wird jeden Monat aktualisiert und neue Weine vorgestellt. Damit Sie keinen Weintipp verpassen, bzw. immer brandfrisch Informiert sind, haben Sie die Möglichkeit diese Seite als RSS-Feed zu abonnieren.

Dazu müssen Sie lediglich das Symbol  für Feeds in Ihrem Browser anklicken und den Anweisungen folgen.  

 

Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2019
  • Weintipp November 2019: 2015 Cuvée "Emil" 2015 trocken vom Weingut Hockenberg
    2015 Cuvée "Emil" 2015 trocken vom Weingut Hockenberg

     

     

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


    "ein 'Wahnsinns-Wein'": So charakterisiert das Flehinger Weingut Hockenberg seine Rotweincuvée "Emil"! Und letzterer ist kein geringerer als der Sohn von Christine Link und Jens Maurer, den beiden Protagonisten des Weinguts. So kommt die Cuvée "Emil" in der dunkelgrünen Bordeaux-Flasche mit silbergrauem Longcap-Schraubverschluss und dem bekannten cremefarbenen Hockenberg-Etikett mit umlaufendem Silberband. Das Weingut selbst schreibt: "...Duft nach Heidelbeere und Schokolade [...] einzigartiges Zusammenspiel von konzentrierter Frucht und Würze...". Wow - da darf man gespannt sein! Mit einem kurzen Dreh ist die Hockenberg'sche Rotweincuvée geöffnet. Wer es stilecht mag, füllt sie eine halbe Stunde vor Genuss in eine Dekanterkaraffe - dies ist aber nicht zwingend nötig, es hat sich bis jetzt kein Depot gebildet. Im Glas zeigt sie ein schönes Purpurrot, und Aromen von Preiselbeere (die im Weinaromarad direkt neben der oben erwähnten Heidelbeere steht) sowie von sehr dunkler Schokolade steigen betörend in die Nase. Im Geschmack finden sich Pflaume (das ist die konzentrierte Frucht), ebenfalls wieder die sehr dunkle Schokolade und auch etwas grüne Paprika (das ist die Würze - Tipp: Den Wein etwas länger im Mund belassen). Im für einen Rotwein relativ knackigen Abgang erkennt man frühreife Sauerkirsche, das Finale erbringt ganz leicht erdige Noten.

    Der Hockenberg'sche "Emil" ist eine Cuvée aus den roten Rebsorten Cabernet Cubin, Cabernet Sauvignon, Merlot und Lemberger. "Einem Schuss Lemberger", wie Christine Link mich wissen liess, als ich mich mit ihr über ihre nette Cuvée unterhielt. Erinnern Sie sich noch an den Cabernet mit Merlot Barrique, den der "kleine Weintipp" im Dezember 2018 präsentierte? (Übrigens: es gibt ihn noch!) Die Cuvée "Emil" ist gewissermaßen das Pendant zu dieser Cuvée, nur eben im Stahltank und nicht im Barrique-Fass ausgebaut, wie Christine Link mir erklärte. Sie ist ein Jahr älter als ihr Barrique-Pendant, eben aus dem sehr schönen Jahrgang 2015, hatte also noch mehr Zeit zur Reife, was ihr auf jeden Fall gut getan hat. Mit 13,5% vol. Alkohol ist sie herbstlich-kräftig, mit 2,0 Gramm pro Liter Restzucker quasi komplett durchvergoren. Ihr Grundwein lag bei deutlich über 90 Grad Oechsle, die Cuvée ist also eine satte Spätlese. Sie ist natürlich ein optimaler Begleiter zu Schmorbraten. In den langen Nächten empfiehlt sie sich zu einem schönen rustikalen Vesper mit gerauchtem Schinken oder einer deftigen Wurst. Preislich liegt sie bei 7,20 Euro (Stand: Oktober 2019): Ein lohnenswerter Kauf.

    Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats direkt bei dem Weingut Hockenberg  in der Attenbergstraße in Flehingen oberhalb der Straßenbahn-Haltestelle "Oberderdingen-Flehingen" sowie in dem sehr schönen und informativen Web-Shop des Weinguts.

    Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger, Grossvillarser oder Flehinger Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


    Herzlichst, ihr

    Martin

    Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. Dezember 2019.

  • Weintipp Oktober 2019: 2018 Chardonnay Biowein Spätlese trocken vom Weingut Kelterhof
  • Weintipp September 2019: 2018 Cuvée Blanc "Gigolo" halbtrocken von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp August 2019: 2018 Merlot rosé trocken vom Weingut Kern
  • Weintipp Juli 2019: 2018 Weissburgunder trocken vom Weingut Jan Müller
  • Weintipp Juni 2019: 2018 Grauburgunder 12|3 trocken von Amthof|12
  • Weintipp Mai 2019: 2017 Riesling trocken vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp April 2019: 2016 Spätburgunder Barrique trocken von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp März 2019: 2016 Rivaner trocken vom Weingut Kern
  • Weintipp Februar 2019: 2017 Sekt Blanc de Noir extra trocken von Amthof|12
  • Weintipp Januar 2019: 2016 Lemberger Edition trocken vom Weingut Lutz