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kleiner Weintipp

Aktueller Tipp

2018 Chardonnay Biowein Spätlese trocken vom Weingut Kelterhof

2018 Chardonnay Biowein Spätlese trocken vom Weingut Kelterhof

 

 

Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


ein charmanter Chardonnay Biowein! Und dazu eine schöne Spätlese! Mit seinem 2018 Chardonnay Biowein Spätlese trocken hat Armin Schäufele einen schönen Wein kreiert, aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen: "Fruchtig, trocken, elegant" ist da auf seiner Weinliste zu lesen. Das hört sich vielversprechend an! Der Kelterhof'sche Chardonnay kommt in der mittelgrünen Bordeauxflasche mit dem bekannt schlichten Kelterhof-Etikett, das wie üblich rechts oben mittels des dezenten DE-ÖKO-022-Emblems auf ökologisch-nachhaltige Landwirtschaft hinweist. Der schwarze Longcap-Schraubverschluss ist rasch geöffnet, und im Glas zeigt der Chardonnay ein schönes Strohgelb. Bereits beim Einschenken steigen dem Genießer Aromen von reifem Pfirsich in die Nase. Sein Geschmack ist erwartet kräftig und birgt ebenfalls Noten von Pfirsich, ferner auch etwas exotische Anklänge wie Mango. Lässt man den Wein länger im Mund, so erkennt man ein wenig weissen Pfeffer, auch ein ganz leicht buttriges Aroma schmeckt man heraus. Der Abgang ist Chardonnay-typisch mild und wird durch den Pfirsich bestimmt - er ist einfach der "fil rouge" (also der rote Faden), der sich quer durch diesen hübschen Wein zieht. Das ist das Elegante, das Armin Schäufele in seiner Beschreibung so trefflich wiedergibt. Im Finale schließlich lässt der Kelterhof'sche Chardonnay leicht blumige Noten erkennen.

"Er hatte 93 Grad Oechsle", liess mich Armin Schäufele wissen. Also eine bereits komfortable Spätlese! Zudem sind die auf dem Rückenetikett angegebenen 13% Alkohol sogar leicht abgerundet, hier wird also dezentes Understatement betrieben. Mit 5,9 Gramm pro Liter Restzucker ist er etwas oberhalb der Mitte des Bereichs "trocken" ausgebaut: Daraus resultiert die vom Weingut angegebene Fruchtigkeit. Zudem lassen ihn - wie oben bereits beschrieben - seine 5,2 Gramm pro Liter Säure angenehm mild erscheinen. Als recht kräftiger Vertreter seiner Sorte empfiehlt sich der Schäufele-Chardonnay sehr schön zu einen Hühnergeschnetzeltem, das auch gerne etwas asiatisch angehaucht sein darf. Abends passt er schön zu Dinkelbrötchen. Preislich liegt er bei 8,90 Euro (Stand: September 2019) - dies kann sich für diese gelungene Bio-Spätlese allemal sehen lassen. Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats beim ökologischen Weingut Kelterhof  in Großvillars.


Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Großvillarser Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


Herzlichst, Ihr

Martin

Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. November 2019

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Hier im Archiv finden Sie die vorhergehenden Tipps der vergangenen Monate:

Archiv 2019
  • Weintipp September 2019: 2018 Cuvée Blanc "Gigolo" halbtrocken von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp August 2019: 2018 Merlot rosé trocken vom Weingut Kern
  • Weintipp Juli 2019: 2018 Weissburgunder trocken vom Weingut Jan Müller
  • Weintipp Juni 2019: 2018 Grauburgunder 12|3 trocken von Amthof|12
    2018 Grauburgunder 12|3 trocken von Amthof|12

     

     

    Sehr geehrte Weinfreundinnen und Weinfreunde,


    ein wahrlich gigantischer Grauburgunder zum Abschluss der Spargelsaison! Die Mitglieder der Weingärtnergenossenschaft Amthof|12 haben mit ihrem 2018er Grauburgunder der Produktlinie "12|3" - also ihrer Top-Weine - einen echten Spitzenwein kreiert. Dieser kommt in der dunkelgrünen Schlegelflasche mit der inzwischen bekannten Chimäre (einem Menschen mit Löwenkopf) und dem Gehstock auf dem hellen Etikett. Mit einen kurzen Dreh ist der schwarz-goldene Longcap-Schraubverschluss geöffnet, und im Glas zeigt der genossenschaftliche Grauburgunder ein tolles Orangegold, das mehr an einen Blanc de Noir denn an einen Weisswein erinnert. Auf dem Rückenetikett beschreiben die Mitglieder von Amthof|12 ihren Grauburgunder wie folgt: "Würzige, dichte Struktur, reife Fruchtaromen mit frischen Noten, elegante Säure." Das lässt einiges erwarten! So findet man im Bukett Birne und reifen Apfel (das sind die reifen Fruchtaromen), im sehr vollen Geschmack ist weisser Pfirsich und auch Banane (Tipp: großen Schluck nehmen und länger im Mund lassen). Sein Abgang ist kräftig und langanhaltend. Man erkennt Aromen von Grapefruit und Haselnuss. Im recht knackigen Finale (das ist die elegante Säure) sind etwas vegetabile Noten wie von Heu auffindbar.

     
    "Der Grauburgunder hatte 105 (einhundertundfünf!) Grad Oechsle", sagte uns Gerd Schäfer, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender von Amthof|12. "Wir haben ihm etwa zehn Prozent Riesling zugesetzt, damit er nicht zu hoch im Alkoholgehalt wird und gleichzeitig nicht zu breit erscheint." Also ist es ganz genau genommen eine Cuvée aus Grauburgunder mit etwas Riesling. Der deutsche Gesetzgeber erlaubt jedoch eine Zugabe von maximal 15 Prozent anderer Rebsorten ohne dass man diese angeben muss, d.h. "sortenrein" bedeutet hierzulande mindestens 85 Prozent von einer Rebsorte. Gleichzeitig spricht Gerd Schäfer zwei typische Ergebnisse des tollen 2018er-Jahrgangs an: Zum einen haben die Grundweine überdurchschnittlich hohe Mostgewichte, was zu hohem Alkoholgehalt führt, zum anderen fand bereits relativ viel biologischer Säureabbau in der Traube statt, sodass die Weine eher breit als spitz schmecken. So auch der Amthof|12'sche Grauburgunder: Zusammen mit dem Riesling ergibt der Grundwein gut 100 Grad Oechsle, also eine Auslese! Insgesamt hat er 14% vol. Alkohol, was für einen Weisswein schon wirklich sehr kräftig ist. Mit 4,0 Gramm pro Liter Restzucker ist er trocken, aber nicht staubtrocken ausgebaut. Sein Säuregehalt liegt bei 5,3 Gramm pro Liter - der Riesling lässt schön grüßen - ist damit aber für einen Weisswein immer noch relativ mild. Gerade in dem für einen Grauburgunder erstaunlich knackigen Abgang ist der Riesling gut bemerkbar, denn er zeichnet sich für die besagte Knackigkeit verantwortlich. Genießen Sie diesen hochwertigen Grauburgunder zu violettem oder grünem Spargel oder auch zu deftigem Gegrilltem, wobei die Soße gerne auch etwas pikanter ausfallen darf (der Grauburgunder hat genügend Kraft, um "dagegenzuhalten"). An den nun langen, lauen Abenden ist er ein schöner Begleiter zu salzhaltigem Knabbergebäck. Preislich liegt er bei 8,50 Euro: Wohlgemerkt: Für eine Auslese ein wahrlich moderater Preis!

    Zu beziehen ist unser kleiner Weintipp des Monats bei Amthof|12 in Oberderdingen oder auch in Knittlingen.


    Haben Sie Fragen oder Anregungen rund um die Oberderdinger bzw. Grossvillarser Weine? Der "kleine Weintipp" ist per email unter mailto::weintipp@oberderdingen.de erreichbar.


    Herzlichst Ihr

    Martin

    Der nächste "kleine Weintipp" erscheint am 1. Juli 2019.

  • Weintipp Mai 2019: 2017 Riesling trocken vom ökologischen Weingut Vinçon-Zerrer
  • Weintipp April 2019: 2016 Spätburgunder Barrique trocken von Weinbau Steinmetz
  • Weintipp März 2019: 2016 Rivaner trocken vom Weingut Kern
  • Weintipp Februar 2019: 2017 Sekt Blanc de Noir extra trocken von Amthof|12
  • Weintipp Januar 2019: 2016 Lemberger Edition trocken vom Weingut Lutz